Alarmierende Zahlen: Mehr Ertrunkene in Hamburgs Gewässern als im Vorjahr.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat am Dienstag ihre vorläufige Sommerbilanz für das Jahr 2025 vorgelegt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Bislang sind in Hamburgs Gewässern 14 Menschen ertrunken. Diese Zahl liegt damit um zwei Fälle höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres 2024, in dem 12 Badetote zu beklagen waren. Die DLRG mahnt zu erhöhter Vorsicht und appelliert an die Bevölkerung, die Baderegeln ernst zu nehmen.
Elbe besonders gefährlich: Acht Tote im Fluss
Besonders besorgniserregend ist die hohe Anzahl von Ertrunkenen in der Elbe. Acht der insgesamt 14 Todesfälle ereigneten sich im Strom. Die starke Strömung und die oftmals unterschätzte Gefahr des Schiffsverkehrs machen die Elbe zu einem tückischen Gewässer. Die DLRG warnt ausdrücklich vor dem ungesicherten Baden in der Elbe und empfiehlt, ausschließlich ausgewiesene Badestellen zu nutzen, an denen Rettungsschwimmer präsent sind.
Alster, Stadtparksee und Hinterm Horn fordern ebenfalls Opfer
Auch in anderen Hamburger Gewässern kam es zu tragischen Badeunfällen. Sechs Menschen ertranken in der Alster, im Stadtparksee und im See Hinterm Horn. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Oftmals unterschätzen Badende die eigenen Kräfte, überschätzen ihre Schwimmfähigkeiten oder begeben sich unter Einfluss von Alkohol oder Drogen ins Wasser.
Männliche Opfer in der Mehrheit: Zehn der 14 Toten waren Männer
Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass vor allem Männer von den Badeunfällen betroffen sind. Zehn der 14 Opfer waren männlich. Die DLRG vermutet, dass dies zum Teil auf ein risikofreudigeres Verhalten zurückzuführen ist. Männer neigen oftmals dazu, sich selbst zu überschätzen und Warnungen zu ignorieren.
DLRG fordert verstärkte Aufklärung und mehr Rettungsschwimmer
Angesichts der alarmierenden Zahlen fordert die DLRG eine verstärkte Aufklärung über die Gefahren des Badens in offenen Gewässern. Insbesondere Kinder und Jugendliche müssen frühzeitig über die Baderegeln informiert und für die Risiken sensibilisiert werden. Darüber hinaus fordert die DLRG eine Aufstockung der Rettungsschwimmer an den Badestellen, um im Notfall schneller reagieren zu können.
Appell an die Bevölkerung: Sicherheit geht vor!
Die DLRG appelliert an die Bevölkerung, die Baderegeln ernst zu nehmen und beim Baden Vorsicht walten zu lassen. Dazu gehört unter anderem:
- Nicht alleine baden gehen.
- Nicht überhitzt ins Wasser springen.
- Die eigenen Kräfte nicht überschätzen.
- Nicht unter Einfluss von Alkohol oder Drogen baden.
- Kinder beim Baden immer beaufsichtigen.
- Ausgewiesene Badestellen nutzen.
Die DLRG hofft, dass durch verstärkte Aufklärung und ein verantwortungsbewusstes Verhalten der Bevölkerung die Zahl der Badeunfälle in Zukunft reduziert werden kann. Denn jeder Ertrunkene ist einer zu viel.
