Video: Etwa 200 Nil- und Kanadagänse auf Feld in Heidelberger – wachsende Probleme für Felder und Umwelt

Video: Etwa 200 Nil- und Kanadagänse auf Feld in Heidelberger – wachsende Probleme für Felder und Umwelt


Heidelberg – Auf einem Feld im Heidelberger Stadtteil Pfaffengrund, angrenzend zur Bahnstadt, haben sich aktuell rund 200 Nil- und Kanadagänse niedergelassen. Die aus Afrika bzw. Nordamerika stammenden Arten breiten sich seit Jahren in der Rhein-Neckar-Region stark aus – mit wachsenden Folgen für Natur, Landwirtschaft und Anwohner. Die Nilgans gilt offiziell als invasive Art und steht seit 2017 auf der EU-Liste gebietsfremder invasiver Arten. Die Kanadagans ist in Deutschland zwar nicht auf dieser Liste geführt, wird jedoch von vielen Bundesländern als problematisch eingestuft. Die große Ansammlung sorgt nicht nur für erhebliche Fraßschäden auf den betroffenen Flächen, sondern hinterlässt auch große Mengen an Kot, der die Felder stark verunreinigt. Für Landwirte bedeutet dies neben finanziellen Einbußen auch zusätzlichen Aufwand bei der Bewirtschaftung. Naturschützer beobachten zudem mit Sorge, dass sich die aggressiven Nilgänse immer häufiger gegen heimische Wasservögel durchsetzen und deren Lebensräume verdrängen. Auch mögliche Gesundheitsrisiken durch die starke Verunreinigung von Wiesen, Feldern und Uferbereichen werden diskutiert. Anwohner berichten außerdem von erheblichem Lärm durch die großen Gänsescharen.

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