Die Europäische Kommission und die NATO haben nach dem gescheiterten russischen Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig angekündigt, den Druck auf Russland zu erhöhen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte auf einer Pressekonferenz, der Angriff sei „von russischen Agenten auf EU-Gebiet verübt“ worden. Im vergangenen Monat entdeckten Flughafenmitarbeiter in Leipzig, einem wichtigen zivilen Fracht- und NATO-Logistikzentrum in Ostdeutschland, eine mit Sprengstoff beladene Drohne und einen Zünder. Laut einer Mitteilung der Bundesregierung identifizierte die deutsche Polizei im Zuge ihrer Ermittlungen zwei russische Verdächtige im Zusammenhang mit dem gescheiterten Angriff. Von der Leyen erklärte, der Vorfall zeige Moskaus zunehmende „Rücksichtslosigkeit“ und versprach, den Druck auf Russland nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern zu erhöhen. NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte neben von der Leyen, die russische Bedrohung dehne sich nun auf europäisches und NATO-Gebiet aus. Rutte betonte außerdem, die Unterstützung des Bündnisses für die Ukraine werde durch solche russischen Drohungen nicht beeinträchtigt: „Unsere Einheit ist unerschütterlich.“ Ein Sprecher des russischen Außenministeriums wies die Beteiligung seines Landes an dem Vorfall zurück und erklärte, man werde auf die seiner Ansicht nach „antirussische Aktion“ reagieren.
