Video: Europas Hitzewelle legt die Arbeit lahm, belastet Infrastruktur und Wirtschaft

Video: Europas Hitzewelle legt die Arbeit lahm, belastet Infrastruktur und Wirtschaft


Die spanischen Behörden untersuchen den Tod eines Straßenkehrers, der während der starken Hitzewelle in Europa zusammengebrochen ist. Italien hat die Arbeit im Freien während der heißesten Stunden verboten, in Frankreich sind die Schulen geschlossen, und der Eiffelturm ist wegen der Hitze geschlossen. Während die Rekordtemperaturen steigen, stellt sich in Europa zunehmend die Frage, wie heiß zu heiß zum Arbeiten ist. Frankreich hat die Vorschriften verschärft, wonach Unternehmen ihre Mitarbeiter vor der Hitze schützen müssen, indem sie die Belüftung verbessern, Wasser bereitstellen und kürzere Arbeitszeiten oder Schutzkleidung für Arbeiter im Freien zulassen. Da es in ganz Europa kaum Klimaanlagen gibt, erleiden viele Unternehmen Verluste, da die Verbraucher ungekühlte Geschäfte meiden. Die Hitze belastet auch die Infrastruktur und führt zu Zugausfällen und Stromausfällen in Deutschland. Die Gewerkschaften warnen davor, dass die Arbeitsgesetze hinter den klimatischen Gegebenheiten zurückbleiben, und haben die EU aufgefordert, den Schutz zu verstärken, nachdem der Kehrer in Barcelona bei einer Hitze von fast 40 °C ums Leben gekommen war. Auch Italien meldete den Tod eines Bauarbeiters aufgrund der Hitze. Landwirte, Müllmänner und Arbeiter, die im Freien arbeiten, haben zu kämpfen, wobei die französischen Landwirte ihre Arbeit auf die kühleren Abende verlegen. Die Zahl der hitzebedingten Todesfälle am Arbeitsplatz ist in Europa seit 2000 um 42 % gestiegen. Infolge der aktuellen Hitzewelle musste die britische Bäckerei Greggs Umsatzeinbußen hinnehmen, und in einem Pariser Einkaufszentrum fielen Strom und Klimaanlage aus, weil das Stromnetz überlastet war. Wirtschaftswissenschaftler warnen, dass die Hitzebelastung die weltweite Arbeitszeit um 2,2 % reduzieren könnte, was 80 Millionen Vollzeitarbeitsplätzen entspricht, und dass Europa in diesem Jahr 0,5 % des Wirtschaftswachstums verlieren könnte. Spanien, Italien und Griechenland gehören zu den Ländern, die in diesem Sommer am stärksten von der extremen Hitze betroffen sind.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen