In Nordrhein-Westfalen nimmt der Extremismus in verschiedenen Bereichen zu. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 13.645 politisch motivierte Straftaten registriert, was einem Anstieg von 27 Prozent entspricht. Darunter fallen mehr als 6.200 rechtsextreme und etwa 2.400 linksextreme Delikte. Auch die Zahl der Extremisten wächst laut Behörden weiter.
Ein Beispiel für rechtsextreme Einstellungen zeigt ein 23-jähriger Student aus Gelsenkirchen, der sich selbst als national konservativ bezeichnet und mit radikalen Aussagen auffällt. Gleichzeitig verbreiten islamistische Gruppierungen wie die Furkan-Bewegung in Dortmund radikale Botschaften, die vom Verfassungsschutz dem islamistischen Spektrum zugeordnet werden.
Als Gegenmaßnahme setzen die Behörden verstärkt auf Künstliche Intelligenz, um extremistische Inhalte im Internet schneller zu erkennen und Radikalisierungen frühzeitig zu verhindern. Innenminister Reul betont die neuen rechtlichen Möglichkeiten, KI sowohl zur Erkennung falscher Informationen als auch zur Strafverfolgung zu nutzen. Besonders junge Menschen informieren sich häufig über soziale Medien, wo extremistische Inhalte gezielt verbreitet werden.
