Die Goldpreise sind nach Berichten über ein vorläufiges Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran gestiegen, was die Sorgen der Anleger über eine mögliche Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) gemildert hat. US-Präsident Donald Trump gab in einem Beitrag auf Truth Social bekannt, dass eine Einigung zur Beendigung des Konflikts im Nahen Osten erzielt wurde, obwohl Details des Abkommens nicht veröffentlicht wurden. Die beiden Länder werden im Laufe dieser Woche in der Schweiz an einer offiziellen Unterzeichnungszeremonie teilnehmen. Im Anschluss an die Unterzeichnung werden voraussichtlich weitergehende Verhandlungen über das Abkommen beginnen. Nach der Bekanntgabe stieg der Goldpreis um 0,6 % auf 4.334,06 US-Dollar pro Unze und verzeichnete damit den vierten Anstieg in Folge. Die US-Gold-Futures zur Lieferung im August legten um 0,1 % auf 4.355 US-Dollar pro Unze zu, was auf leicht höhere kurzfristige Preiserwartungen hindeutet. Der US-Dollar notierte nahe einem 10-Tage-Tief, wodurch in Dollar gehandeltes Gold für Inhaber anderer Währungen günstiger wurde. Anleger warten gespannt auf die geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve und die dazugehörigen Erläuterungen. Es handelt sich um die erste Entscheidung unter dem Vorsitz von Kevin Warsh. Es wird allgemein erwartet, dass die Zinsen unverändert bleiben. Laut dem CME FedWatch-Tool haben Händler nach Bekanntwerden des Friedensabkommens ihre Erwartungen für eine Zinserhöhung in den USA im Dezember auf 57 % gesenkt, gegenüber rund 70 % in der Vorwoche.
