Als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland plant das Vereinigte Königreich, seine Verteidigungskapazitäten, insbesondere sein Atomwaffenarsenal, erheblich auszubauen. Der britische Premierminister Keir Starmer erläuterte am Montag, den 2. Juni, in Glasgow ein umfassendes Aufrüstungsprogramm. Dieser Plan soll das Vereinigte Königreich für die kommenden Jahrzehnte „kampfbereit“ machen, angesichts von Risiken, die seit dem Kalten Krieg als „ernster, unmittelbarer und unvorhersehbarer“ eingestuft wurden. Starmer nannte den Krieg in Europa, Cyberangriffe und die russische Aggression als Hauptbedrohungen. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört der Bau von bis zu 12 atomgetriebenen U-Booten mit konventionellen Waffen. Diese Tauchboote, die im Rahmen des AUKUS-Bündnisses mit den USA und Australien gebaut werden, sollen ab Ende der 2030er Jahre die derzeitige Flotte ersetzen. Die Regierung wird außerdem 15 Mrd. GBP für ihr Programm für Atomsprengköpfe bereitstellen und damit ihre „nukleare Abschreckung“ stärken. Diese Ankündigungen sind Teil eines Anstiegs der Verteidigungsausgaben, die bereits für 2027 auf 2,5 % des BIP geplant sind. Das Vereinigte Königreich strebt sogar an, über 2029 hinaus 3 % des BIP für die Verteidigung auszugeben. Laut Starmer besteht die beste Abschreckung darin, bereit zu sein, „Frieden durch Gewalt zu schaffen“.
