Israel wird den verstorbenen konservativen Aktivisten Charlie Kirk für seinen Einsatz im Kampf gegen Antisemitismus auf einer Konferenz Ende Januar, vier Monate nach seinem Tod, ehren. Das Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu gab bekannt, dass Kirk posthum auf der Internationalen Konferenz zur Bekämpfung von Antisemitismus in Jerusalem ausgezeichnet wird. Kirk, der im September während einer Rede an der Utah Valley University erschossen wurde, war ein überzeugter Unterstützer Israels. Nach seinem Tod bezeichnete Netanjahu ihn als einen „mutigen Freund“ Israels und einen „Verteidiger unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“. Der Mitbegründer von Turning Point USA bezog sich häufig auf Bibelstellen und prophetische Aussagen, um amerikanische Christen und Konservative zu ermutigen, an der Seite Israels und gegen dessen Feinde zu stehen. Angesichts der aktuellen Debatten über Israel, insbesondere über dessen Militäraktionen im Gazastreifen, ist Kirks Vermächtnis in dieser Frage jedoch umstritten. In einem Interview in der „Megyn Kelly Show“ im vergangenen Jahr äußerte er, die Unterstützung für Israel sei so stark geworden, dass er sich nicht einmal mehr traue, milde Kritik an dem Land zu äußern. Die israelische Regierung richtet die Konferenz in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal aus. Ziel der Konferenz ist es, Antisemitismus und Holocaustleugnung entgegenzutreten.
