Bei dem ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden wurde eine aggressive Form von Prostatakrebs diagnostiziert, die sich bereits auf seine Knochen ausgebreitet hat und Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich seines Gesundheitszustands gibt. Die Diagnose wurde gestellt, nachdem Biden zunehmende Symptome beim Wasserlassen verspürte und sich weiteren Tests unterzog, bei denen ein hochgradiger Prostataknoten festgestellt wurde. Sein Krebs hat einen Gleason-Score von 9, die schwerste Klassifizierung, die auf eine schnell wachsende und potenziell gefährliche Form der Krankheit hinweist. Bidens medizinisches Team stellte jedoch fest, dass der Krebs hormonempfindlich zu sein scheint, so dass eine Reihe wirksamer Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die Diagnose berührt einen persönlichen Nerv des ehemaligen Präsidenten, der 2015 seinen Sohn Beau an Hirntumor verlor und später die Initiative „Cancer Moonshot“ zur Bekämpfung der Krankheit ins Leben rief. Der heute 82-jährige Biden prüft derzeit mit seinem Ärzteteam mögliche Therapien, während er sich in seinem Haus in Wilmington, Delaware, ausruht. Die Nachricht folgt auf jüngste Spekulationen über Bidens physischen und kognitiven Zustand, der bereits während des Präsidentschaftswahlkampfs 2024 ein Thema in der Öffentlichkeit gewesen war. Anfang dieses Jahres wurde er bei einer medizinischen Untersuchung für diensttauglich erklärt, wobei sein Arzt Dr. Kevin O’Connor keine unmittelbaren Bedenken äußerte. Dennoch behauptet ein neues Buch von Jake Tapper (CNN) und Alex Thompson (Axios), dass die Anzeichen für Bidens Verfall schon vor seinem Auftritt bei der Debatte im Juni 2024 sichtbar waren. In dem Buch wird behauptet, dass Berater die Möglichkeit erörtert haben, dass Biden für eine zweite Amtszeit einen Rollstuhl benötigt, und dass er den Schauspieler George Clooney bei einer Spendenaktion nicht erkannt hat. Biden hat die Vorwürfe des geistigen Verfalls zurückgewiesen und in der ABC-Sendung „The View“ erklärt, dass es keine Beweise für derartige Behauptungen gebe, was auch von seiner Frau Jill Biden bestätigt wurde. Trotz ihrer politischen Rivalität sprach Donald Trump Biden nach der Diagnose seine Unterstützung aus und wünschte ihm in den sozialen Medien eine schnelle und vollständige Genesung. Auch die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris drückte ihre Unterstützung aus, nannte Biden einen „Kämpfer“ und lobte seine Unverwüstlichkeit und seinen Optimismus im Angesicht von Widrigkeiten.
