Der Rhein ist eine der wichtigsten Wasserstraßen für Deutschland und Europa. Gerade jetzt fällt der Pegel auf einen historischen Tiefstand – das bringt die Binnenschifffahrt im ganzen Land in große Schwierigkeiten.
Viele hoffen jetzt auf die Niedrigwasserkonferenz in Bonn. Hier fordern Binnenschiffer und Unternehmen schnelle politische Entscheidungen. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger will die Fahrrinnen ausbauen und Bürokratie abbauen, damit Schiffe wieder besser fahren können.
Binnenschiffer Stefan Herrmann sagt: „In Köln haben wir gerade mal 1,70 Meter Fahrtiefe, ein Kollege steckt mit 1,50 Meter auf der Deutzer Platte fest.“ Robert Lamers berichtet: „Normalerweise transportieren wir in Düsseldorf 3.100 Tonnen Getreide auf einem Schiff. Jetzt brauchen wir dafür sechs Schiffe, und die Transportkosten sind um 300 Prozent gestiegen.“ Steffen Bilger macht klar: „Das Niedrigwasser ist eine echte Herausforderung für unsere Wirtschaft und die Versorgung.“
In Köln und Düsseldorf kommen Schiffe oft nur noch auf wenigen Strecken durch, weil das Wasser zu flach ist. Um ein Frachtschiff zu ersetzen, müssten 25 LKW fahren. Die Verlagerung von Transporten auf die Straße könnte zu einer höheren Belastung der Autobahnen in NRW führen.
Ob die Politik schnell genug hilft, damit die Binnenschifffahrt wieder aufatmen kann, ist unklar. Die Branche kämpft weiter mit den Folgen des niedrigen Wasserstands.
