Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die USA dafür kritisiert, dass sie sich vor der dritten UN-Ozeankonferenz, die in Nizza, Frankreich, stattfindet, aus der internationalen Klimafinanzierung zurückgezogen haben. In einer Rede vor Wissenschaftlern auf einem Nebenforum im Vorfeld der Konferenz betonte Macron die globale Dringlichkeit, eine sinnvolle Vereinbarung zum Schutz der Ozeane unseres Planeten zu erzielen. Die Konferenz findet vor dem Hintergrund des wachsenden Drucks auf die Nationen statt, ihre jahrzehntelangen Umweltversprechen in konkrete Maßnahmen zum Schutz der Meeresökosysteme umzusetzen. „Leider befinden wir uns, wenn wir mehr oder weniger klar denken, in einer Zeit, in der die internationale Wissenschaft, die immer noch stark von amerikanischen Finanzmitteln abhängig ist, diese Mittel zurückzieht, in der viele Menschen den Multilateralismus und diese Organisationen in Frage stellen“, sagte Macron. Die USA haben sich nach ihrem Rückzug aus allen klimabezogenen Abkommen und Finanzierungszusagen im März aus dem diesjährigen Gipfel zurückgezogen. Im April unterzeichnete Präsident Donald Trump eine Durchführungsverordnung zur Beschleunigung des Tiefseebergbaus in US-amerikanischen und internationalen Gewässern. Über 60 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt werden zu dem fünftägigen Gipfel erwartet, dessen Schwerpunkt auf der Ratifizierung des Hochseeabkommens zur Regulierung der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung internationaler Gewässer liegt. Das Ziel des Gipfels ist es, einen klaren, dringenden Aktionsplan zum Schutz der Gesundheit der Ozeane angesichts steigender globaler Temperaturen und der weit verbreiteten Übernutzung der Meeresressourcen zu verabschieden. Der UN-Klimaschadensfonds wurde 2023 eingerichtet und soll Entwicklungsländern helfen, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, insbesondere nach Naturkatastrophen.
