Bei einem Angriff palästinensischer Bewaffneter in Jerusalem sind laut Angaben der Polizei und Rettungskräfte sechs Menschen getötet und sechs weitere schwer verletzt worden. Die israelische Polizei teilte mit, dass „zwei Terroristen in einem Fahrzeug ankamen“ und das Feuer auf eine Bushaltestelle an der Kreuzung Ramot eröffneten. Ein Soldat und ein Zivilist hätten das Feuer erwidert und die Angreifer „neutralisiert“. Unter den Toten befanden sich laut dem israelischen Rettungsdienst „Magen David” drei Männer in den Dreißigern und eine Frau und ein Mann in den Fünfzigern. Zudem berichtete der Rettungsdienst von insgesamt 11 Verletzten, davon sechs in kritischem Zustand infolge von Schussverletzungen. Der israelische Außenminister Gideon Saar gab später bekannt, dass eine sechste Person gestorben sei, und behauptete, die Schützen seien Palästinenser aus dem von Israel besetzten Westjordanland gewesen. Bei einem Besuch am Tatort erklärte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dass israelische Streitkräfte nach Verdächtigen fahndeten, die den beiden Männern geholfen hätten. „Eine Verfolgung und Einkreisung der Dörfer, aus denen die Terroristen kamen, ist im Gange“, fügte Netanjahu hinzu. Die palästinensische Miliz Hamas pries die beiden palästinensischen „Widerstandskämpfer“, die laut ihrer Aussage den Anschlag verübt hätten, übernahm jedoch keine direkte Verantwortung. Laut Berichten israelischer Medien stammen die Bewaffneten vermutlich aus den palästinensischen Dörfern al-Qubeiba und Qatanna, etwa 9,5 Kilometer westlich von Ramot Junction.
