Ein groß angelegter Polizeieinsatz in Rio de Janeiro hat nach Angaben brasilianischer Behörden mindestens 64 Todesopfer und 81 Festnahmen gefordert. Laut der Associated Press nahmen rund 2.500 Polizisten und Soldaten an einer groß angelegten Razzia teil, die sich gegen ein Drogenhandelsnetzwerk in Rio de Janeiro richtete. Die Polizei berichtete, dass bei der Operation Hubschrauber und gepanzerte Fahrzeuge eingesetzt wurden, um das Rote Kommando in den Armenvierteln Complexo do Alemão und Penha ins Visier zu nehmen. Die Polizei berichtete, dass bei der Operation Beamte in Hubschraubern und gepanzerten Fahrzeugen eingesetzt wurden, um das Rote Kommando in den einkommensschwachen Favelas Complexo de Alemao und Penha anzugreifen. Der Einsatz führte zum Tod von 60 Verdächtigen und vier Polizisten, sowie zur Festnahme von 81 Personen und zur Beschlagnahmung von 93 Gewehren und mehr als einer halben Tonne Drogen. Die Landesregierung bestätigte die Beschlagnahmungen und erklärte, die Getöteten hätten sich „der Polizeimaßnahme widersetzt“. Experten bezeichneten den Einsatz als einen der tödlichsten in der jüngeren Geschichte Brasiliens. In den sozialen Medien kursierende Aufnahmen zeigen Feuer und Rauch in den betroffenen Gemeinden während heftiger Schusswechsel. Eine nicht näher bekannte Zahl von Menschen wurde verletzt, mindestens 46 Schulen wurden geschlossen. Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern Schutz zu suchen. Als Reaktion darauf blockierten Mitglieder der Comando Vermelho-Gang Straßen und setzten etwa 70 Busse in der Stadt in Brand. Das UN-Menschenrechtsgremium zeigte sich „entsetzt“ über den Polizeieinsatz und forderte wirksame Untersuchungen.
