Nach dem Brand einer Passagierfähre vor der indonesischen Insel Sulawesi sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen und mehr als 500 gerettet worden, wie die Rettungsdienste mitteilten. Die KM Barcelona 5 geriet gegen Mittag auf dem Weg vom Hafen Melonguane nach Manado in Brand, wie der Leiter des Marinestützpunkts Manado, Erster Admiral Franky Pasuna Sihombing, mitteilte. Nach Angaben der indonesischen Küstenwache sprangen die Passagiere über Bord, als das Feuer am Heck des Schiffes ausbrach, und viele Überlebende wurden aus dem Meer gezogen und auf nahe gelegene Inseln gebracht. Während der Rettungsaktion waren ein Schiff der Küstenwache, sechs Rettungsschiffe und mehrere Schlauchboote im Einsatz, so Sihombing. „Bis jetzt führt das gemeinsame Rettungsteam noch immer die Such- und Rettungsaktion durch, da sich die Daten noch entwickeln. Unser Posten ist immer noch 24 Stunden am Tag geöffnet, falls Familien sich über ihre vermissten Angehörigen melden wollen“, sagte der Leiter der Rettungsbehörde in Manado, George Leo Mercy Randang. Die indonesischen Behörden hatten zunächst von fünf Todesopfern bei dem Unglück berichtet, später jedoch die Zahl der Todesopfer auf drei korrigiert. Ein von der Rettungsbehörde in Manado veröffentlichtes Video zeigt, wie ein Schiff der Küstenwache Wasser auf die Fähre sprüht, während sie schwarzen Rauch ausstößt. Laut einer Erklärung der nationalen Such- und Rettungsbehörde wurden mindestens 568 Menschen aus der Fähre und dem Wasser gerettet, während drei weitere tot aufgefunden wurden. Obwohl die lokalen Medien berichteten, dass das Schiff 600 Personen fassen konnte, wurden im Logbuch der Fähre nur 280 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder an Bord registriert.
