Weil der Rhein weiterhin wenig Wasser führt, bekommen Tankstellen in Nordrhein-Westfalen gerade schwerer Nachschub. Die Frachtschiffe können nur noch kleine Mengen Kraftstoff laden, das macht den Transport aufwendiger und teurer. Die Folge: Die Spritpreise an den Zapfsäulen in NRW steigen spürbar.
Laut ADAC zahlen Autofahrer in Nordrhein-Westfalen aktuell im Schnitt 8 Cent mehr pro Liter als zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern, Bayern oder Berlin. Während diese Bundesländer ihren Sprit meist über Pipelines oder andere Wege bekommen, ist NRW auf den Rhein als Haupttransportweg angewiesen.
Renate Niß aus Dortmund sagt, sie muss ihr Auto zweimal im Monat für rund 200 Euro volltanken und versteht die hohen Preise oft nicht. Sie wünscht sich, dass die Regierung die Preisgestaltung besser kontrolliert. ADAC-Sprecher Scherer erklärt, das Niedrigwasser am Rhein sei einer der Hauptgründe für die aktuellen Preissprünge und treffe die Menschen in NRW besonders hart.
Die Forderung nach mehr Kontrolle über die Preisentwicklung steht im Raum, um solche Preissprünge in Zukunft abzufangen.
