Papst Leo XIV. empfing überraschend María Corina Machado, die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin, zu einer nicht angekündigten Audienz im Vatikan. Das herzliche und vertrauliche Treffen konzentrierte sich auf die dramatische politische, soziale und wirtschaftliche Lage in Venezuela. Der Besuch findet nach der Verhaftung von Nicolás Maduro und den Spannungen infolge der US-Intervention in einer heiklen Phase statt. Machado, die von den Wahlen 2024 ausgeschlossen wurde, sucht nun nach internationaler Unterstützung – auch im Hinblick auf die bevorstehende Konfrontation mit Donald Trump. Der Vatikan scheint einen Raum für Vermittlung schaffen zu wollen, um die Gefahr eines Bürgerkriegs abzuwenden. Leo XIV. bekräftigte, dass das Wohl des venezolanischen Volkes über jeder Machtlogik stehen müsse. Der Papst verurteilte den Einsatz von Gewalt als diplomatisches Mittel und rief zur Achtung der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit auf. Das Staatssekretariat verfolgt die Krise aufmerksam und stützt sich dabei auf seine profunden Kenntnisse des venezolanischen Kontextes. Für die Opposition stellt die Anhörung ein bedeutendes politisches und moralisches Signal dar.
