Ein erschütternder Fund in einer Münchner Wohnung: Die Reptilien-Auffangstation München hat in dieser Woche dutzende vernachlässigte exotische Tiere gerettet. Unter den geretteten Tieren befanden sich Affen, Schlangen, Spinnen und Schildkröten. Der Zustand der Tiere war teilweise katastrophal, für einige kam jede Hilfe zu spät.
Alarmierender Zustand der Tiere
Die Rettungsaktion wurde durch einen anonymen Hinweis ausgelöst. Als die Mitarbeiter der Reptilien-Auffangstation zusammen mit den Behörden die Wohnung betraten, bot sich ihnen ein erschreckendes Bild. Die Tiere lebten unter erbärmlichen Bedingungen: verdreckt, unterernährt und in völlig ungeeigneten Behältnissen. Einige Tiere wiesen deutliche Anzeichen von Krankheiten und Verletzungen auf.
„Wir waren schockiert über das, was wir vorgefunden haben“, erklärte Dr. Anna Schmidt, Leiterin der Reptilien-Auffangstation München. „Es war offensichtlich, dass die Tiere über einen längeren Zeitraum hinweg vernachlässigt wurden. Die Haltungsbedingungen waren absolut unzumutbar.“
Affen, Schlangen, Spinnen und Schildkröten betroffen
Die geretteten Tiere wurden umgehend in die Reptilien-Auffangstation gebracht und medizinisch versorgt. Während einige Tiere sich bereits auf dem Weg der Besserung befinden, mussten andere aufgrund ihres schlechten Zustands eingeschläfert werden.
„Es ist herzzerreißend, dass wir einige Tiere nicht retten konnten“, so Dr. Schmidt. „Aber wir sind froh, dass wir zumindest den anderen Tieren ein neues Zuhause und die Chance auf ein besseres Leben geben können.“
Ermittlungen aufgenommen
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und untersucht die Hintergründe der Tiervernachlässigung. Es wird geprüft, ob der Halter der Tiere gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hat.
Appell an die Bevölkerung
Die Reptilien-Auffangstation München appelliert an die Bevölkerung, sich vor der Anschaffung exotischer Tiere gründlich zu informieren und sich der Verantwortung bewusst zu sein. „Exotische Tiere haben spezielle Bedürfnisse und sind anspruchsvoll in der Haltung“, betont Dr. Schmidt. „Wenn man sich nicht ausreichend um sie kümmern kann, sollte man sich lieber kein solches Tier anschaffen.“ Die Station bittet außerdem darum, verdächtige Fälle von Tiervernachlässigung den Behörden zu melden.
