Rauch zieht über die iranischen Städte. Explosionen erschüttern die Luft. Bilder, die zeigen, wie schnell Konflikte eskalieren können. In Dortmund stehen heute über 350 Schüler auf der Straße. Ihr Protest richtet sich gegen die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht. Unter ihnen: der 16-jährige Sam Sonntag, der mit klaren Worten für Diplomatie plädiert.
Sam ist überzeugt, dass Krieg keine Lösung ist. „Ich möchte nicht mit 18 zur Bundeswehr gehen und dort meine Zeit verlieren oder mein Leben riskieren“, sagt er. Der Hintergrund ist brisant: Deutschland muss als NATO-Mitglied im Ernstfall seine Partner verteidigen. Die aktuelle Situation im Iran zeigt, wie schnell Bündnisse in Konflikte hineingezogen werden können. Eine iranische Rakete fliegt in Richtung Türkei – ein NATO-Land. Für viele Jugendliche ist das ein Grund, sich auf einen möglichen Einsatz vorzubereiten.
Hendrik Milkowski, 17 Jahre alt, sieht das anders. Er ist für die Wehrpflicht und würde seinen Motorradhelm sofort gegen eine Bundeswehrmütze tauschen. „Die Geschehnisse auf der Welt zeigen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis auch hier etwas passiert“, sagt er. Zwei Jugendliche, zwei Meinungen. Während Sam für Frieden und Diplomatie kämpft, ist Hendrik bereit, für sein Land einzustehen. Ein spannender Konflikt zwischen Idealismus und Realität.
