Nach weiteren russischen Drohnenangriffen auf Kiew hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die westlichen Verbündeten seines Landes aufgefordert, verstärkten Druck auf Moskau auszuüben, um den Krieg zu beenden. In einer Nachricht in den sozialen Netzwerken erklärte er, dass „neue Entscheidungen und neuer Druck auf Moskau“ notwendig seien, „um diese Angriffe und diesen Krieg zu beenden“. Gleichzeitig bat er um mehr Flugabwehrsysteme und eine intensivere Unterstützung seitens des Westens. Selenskyj kritisierte Moskau dafür, den Konflikt absichtlich in die Länge zu ziehen. In seiner abendlichen Videobotschaft erklärte er, dass Russland den Krieg begann und ihn immer weiter fortführen würde. „Seit dem 11. März gibt es einen Vorschlag für einen bedingungslosen Waffenstillstand, und die Angriffe hätten schon längst aufgehört, aber es ist Russland, das dies alles fortsetzt“, so Selenskyj. Der Präsident wies dabei auf die wiederholten russischen Drohnenangriffe hin und warnte, dass ohne weiteren Druck auf Russland die russische Regierung auch weiterhin Diplomatie missachte und das Leben vieler Menschen gefährde. Währenddessen laufen in Saudi-Arabien neue Verhandlungen über einen möglichen Waffenstillstand. Dort versuchen Vertreter der Ukraine und der USA, eine Lösung für den Ukraine-Konflikt zu finden. Ein Treffen zwischen US-amerikanischen und russischen Vertretern ist auch angesetzt, doch der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow dämpfte bereits die Erwartungen an eine schnelle Einigung. Die ukrainische Delegation traf sich in Riad mit den US-Unterhändlern, um über einen möglichen Ausweg aus dem Konflikt zu beraten, wie der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerow bestätigte. Ob die Verhandlungen in Saudi-Arabien zu positiven Ergebnissen führen werden, bleibt abzuwarten, doch der Wunsch nach einer friedlichen Lösung bleibt unvermindert bestehen.
