Heftige Gewitter fegen am Abend über Mönchengladbach und richten ein großes Chaos an. Starke Windböen reißen Bäume aus dem Boden, Äste krachen auf Straßen und Gehwege. Viele Menschen erleben, wie ihr Alltag plötzlich gefährlich wird.
Vor allem der Bahnverkehr bekommt die Folgen zu spüren: Ein umgestürzter Baum reißt bei Schwelm die Oberleitung herunter. Über 100 Fahrgäste sitzen deshalb rund vier Stunden lang im Zug fest. Das Unwetter tobt etwa eine halbe Stunde, die ersten zehn Minuten sind besonders heftig. Auch viele Gärten und öffentliche Flächen sehen danach verwüstet aus.
Sigrid Lose erzählt, dass das Unwetter ihren frisch angelegten Garten komplett zerstört hat. Nach dem ersten Schock muss sie weinen und steht jetzt vor der Aufgabe, die schweren Aufräumarbeiten allein zu stemmen – und das, während sie sich auch noch um ihre pflegebedürftigen Eltern kümmert.
Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren, aber überall in Mönchengladbach sind die Schäden an Natur und Häusern noch deutlich zu sehen. Ob die Versicherung zahlt, ist noch offen. Sigrid Lose plant, den Garten wieder in Ordnung zu bringen, bevor sie an den Sommer denkt.
