US-Präsident Donald Trump hat Verteidigungsminister Pete Hegseth nach Berichten, er habe in einem zweiten Signal-Gruppenchat sensible militärische Informationen weitergegeben, in Schutz genommen. Mehrere Medien berichteten, Hegseth habe in einem Gruppenchat, an dem auch Mitglieder seiner Familie und sein Anwalt teilnahmen, sensible Informationen über geplante Luftangriffe im Jemen weitergegeben. Der zweite Chat enthielt Einzelheiten zu den Flugplänen der amerikanischen F/A-18 Hornets, die bei den Angriffen auf die Houthi eingesetzt wurden, sowie Informationen über umfassendere Militäroperationen gegen den Jemen. Trump verteidigte Hegseth gegenüber Reportern und behauptete, er sei ein Opfer „verärgerter Mitarbeiter“, nachdem seine ehemaligen Mitarbeiter sein Handeln öffentlich verurteilt hatten. „Da haben wir es wieder. Das ist Zeitverschwendung. Er macht einen großartigen Job. Fragen Sie die Houthis, wie es ihm geht“, sagte Präsident Trump. Trump beschuldigte die Medien, sich gegen Hegseth verschworen zu haben, und behauptete, die Anschuldigungen seien „das gleiche alte Zeug von den Medien“, und schlug vor, sie sollten „versuchen, etwas Neues zu finden“. Der ehemalige US Army National Guard und Fox News-Moderator wehrte sich gegen die Kritik und beschuldigte die Medien, die Beschwerden ehemaliger Mitarbeiter zu nutzen, um „Leute zu verheizen und ihren Ruf zu ruinieren“. Mehrere demokratische Gesetzgeber haben Hegseth unter die Lupe genommen und seinen Rücktritt oder die sofortige Beendigung seiner Tätigkeit gefordert, da ein solches Verhalten das US-Militärpersonal gefährden könnte. Der republikanische Kongressabgeordnete Don Bacon hat ebenfalls Hegseths Entfernung aus dem Pentagon gefordert, während andere Parteimitglieder entweder geschwiegen oder ihn eilig verteidigt haben. Die Teilnahme von Hegseths Ehefrau Jennifer Ruachet an dem Gruppenchat mit dem Titel „Defense | Team Huddle“ hat ebenfalls für viel Kritik gesorgt, da sie keine Position im Pentagon innehat. Die Nachricht folgt auf einen ähnlichen Vorfall einen Monat zuvor, als Hegseth und andere in einem Signal-Gruppenchat Informationen über Luftangriffe auf Houthi-Rebellen weitergaben. Bei dem letzten Leck wurde Jeffrey Goldberg, der Chefredakteur des Magazins The Atlantic, versehentlich zu dem Gruppenchat hinzugefügt, was eine landesweite Kontroverse und Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit auslöste.
