Der US-Sondergesandte für die Ukraine, Keith Kellogg, äußerte sich verständnisvoll gegenüber Russlands Forderung, die Ausweitung der NATO nach Osten zu stoppen. „Das ist ein berechtigtes Anliegen“, so Kellogg. Berichten zufolge verlangt Moskau eine verbindliche schriftliche Zusicherung, dass die NATO ihre Expansion in Richtung Osten nicht weiter fortsetzt. Zugleich bekräftigte Kellogg die ablehnende Haltung der Vereinigten Staaten gegenüber einem möglichen NATO-Beitritt der Ukraine. „Wir haben gesagt, dass für uns ein NATO-Beitritt der Ukraine nicht zur Debatte steht“, so der Diplomat. Auch andere Mitgliedstaaten innerhalb der NATO sähen dies ähnlich. Im Hinblick auf das anstehende Treffen in Istanbul, bei dem über einen möglichen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine beraten werden soll, sagte Kellogg, dass man die Entwürfe beider Seiten in einem gemeinsamen Vorschlag zusammenführen wolle. „Wenn wir nächste Woche nach Istanbul kommen, werden wir uns zusammensetzen und reden“, kündigte er an. Darüber hinaus zeigte sich Kellogg enttäuscht über das Verhalten Russlands. Präsident Donald Trump habe das Gefühl, dass Wladimir Putin „ein Maß an Unvernunft“ zeige. Scharfe Kritik äußerte Kellogg auch an den fortlaufenden Angriffen russischer Truppen auf ukrainische Städte.
