Hawaii, Vereinigte Staaten – 23. April 2026 Der Vulkan Kilauea ist am Donnerstag erneut ausgebrochen und markierte damit die 45. Episode in den vergangenen anderthalb Jahren. Nach Angaben des United States Geological Survey begann die Lava gegen 1.30 Uhr Ortszeit aus dem Vulkan zu schießen. Ein von der Behörde betriebener Livestream zeigte mehr als 18 Stunden später hellorange, geschmolzene Ströme, die nach oben schossen. Fontänen aus Kilaueas nördlichen Schlünden erreichten in der Spitze Höhen von 1.000 Fuß, wie das Hawaiian Volcano Observatory mitteilte. In den ersten Stunden nach Beginn des Ausbruchs lagen die Fontänen mehrere Stunden lang bei etwa 500 Fuß, bevor sie auf rund 700 Fuß anstiegen. Die gesamte Wolke aus Lava, Gas, Dampf und Asche stieg etwa eine Stunde nach Beginn des Ausbruchs auf mindestens 16.500 Fuß über Grund und erreichte damit in dieser Episode ihren höchsten Punkt. Der Kilauea liegt im Hawaii-Volcanoes-Nationalpark auf der Big Island und zählt zu den aktivsten Vulkanen der Erde. Seit Dezember 2024 bricht er in unregelmäßigen Abständen aus und zieht Touristen an, die die hoch aufragenden Lavafontänen sehen wollen. Behörden zufolge blieben die Ausbrüche auf den Halemaumau-Krater beschränkt und stellten keine Gefahr für Häuser oder Menschen dar; die meisten Episoden seit Dezember 2024 dauerten nicht länger als einen Tag. Warnstufe und Hinweise für den Flugverkehr Der *USGS* gab eine Vulkanbeobachtung sowie eine orangefarbene Warnung für den Flugverkehr heraus, was auf begrenzte Gefahren und geringe bis keine Ascheemissionen hindeutet. Der National Weather Service veröffentlichte zudem über Nacht eine Ascheniederschlagswarnung für Gemeinden in Windrichtung. Die Behörden warnten, dass vulkanische Gase beim Ausbreiten in der Luft Atemprobleme verursachen können und eine Verschmutzung erzeugen, die als „Vog“ bekannt ist. Außerdem könne es vorkommen, dass Bruchstücke aus Asche, Bimsstein und glasigem Material, sogenannte Tephra, weit entfernt vom Vulkan niedergehen. „Bewohner und Besucher sollten die Exposition gegenüber diesen Fragmenten minimieren, da sie Haut-, Augen- und Atemwegsreizungen verursachen können“, teilte der *USGS* mit. Ein früherer Ausbruch im März hatte vorübergehende Schließungen im Nationalpark und auf einer nahegelegenen Autobahn zur Folge; zudem eröffneten die Behörden wegen herabfallender Tephra und Asche eine kurzfristige Notunterkunft.
