Die Trump-Regierung hat angedeutet, dass sie die Aussetzung des Habeas Corpus, eines jahrhundertealten Rechtsgrundsatzes, der Personen vor unrechtmäßiger Inhaftierung schützt, „aktiv prüft“. Das lateinische Wort Habeas Corpus bedeutet „Du sollst den Körper haben“ und ermöglicht es Menschen, ihre Inhaftierung vor Gericht anzufechten. Er ist in Artikel eins der US-Verfassung verankert, der eine Aussetzung nur in Fällen von Rebellion oder Invasion erlaubt, wenn die öffentliche Sicherheit gefährdet ist. Stephen Miller, der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, hat es als „Privileg“ und nicht als Recht bezeichnet und argumentiert, dass die Aussetzung dieses Rechts die Inhaftierung und Abschiebung von Einwanderern erleichtern könnte. Die Gerichte haben jedoch bekräftigt, dass Habeas Corpus sowohl für Staatsbürger als auch für Nicht-Staatsbürger gilt, einschließlich derer, die in ausländischen Einrichtungen wie Guantanamo Bay festgehalten werden. Historisch gesehen wurde Habeas Corpus von Präsident Lincoln während des Bürgerkriegs und nach Pearl Harbor auf Hawaii ausgesetzt. Moderne Fälle wie der des Guantanamo-Häftlings Asadullah Haroon Gul und von Studenten mit Migrationshintergrund wie Mahmoud Khalil zeigen, dass es nach wie vor relevant ist. Trotz seiner Stärke ist es selten, eine Habeas-Petition zu gewinnen, da die Gerichte die Inhaftierung in der Regel für rechtmäßig halten. Dennoch ist der Grundsatz nach wie vor von entscheidender Bedeutung, vor allem in Zeiten zunehmender Einwanderungskontrollen und politischer Meinungsverschiedenheiten. Die Aussetzung dieses Grundsatzes würde einen bedeutenden Wandel in der amerikanischen Rechtstradition markieren.
