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VZBV fordert automatische Entschädigung bei Flugverspätungen

Angesichts zahlreicher Flugverspätungen und Missstände auf den deutschen Flughäfen hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) umfassende Verbesserungen im Interesse der Kunden gefordert. „Tatsächlich haben viele Flugreisende einen Sommer des Grauens erlebt“, sagte VZBV-Chef Klaus Müller der „Frankfurter Rundschau“ (Wochenendausgabe). An Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) richtete Müller die Forderung, dass beim geplanten Fluggipfel in seinem Ministerium nicht allein Wirtschaftsvertreter, sondern „auch Verbraucherverbände mit am Tisch sitzen“.

Die Bundesregierung müsse zügig den Koalitionsvertrag umsetzen und bei Flugverspätungen automatisierte Entschädigungszahlungen der Airlines an ihre Kunden verbindlich einführen, forderte Müller in der „Frankfurter Rundschau“. Bisher sei „das Durchsetzen dieser Rechte für Verbraucher eine Qual“, sagte Müller. Viele Fluglinien verweigerten die Entschädigung und machten für Verspätungen Vogelschlag oder schlechtes Wetter verantwortlich. Mit einer automatisierten Entschädigung erhielten die Fluggäste die Zahlung ohne eigenes Zutun. „Fluggastrechte auf dem Papier nützen nichts, wenn sie in der Realität nur mit Schweiß, Tränen und Ärger durchzusetzen sind“, sagte Müller weiter. Verbesserungen müsse es auch in den Bereichen Sicherheit und Verpflegung geben. Die Sicherheitskontrollen seien „weder technisch auf dem Stand der Dinge noch personell ausreichend ausgestattet“. Schlechte Leistungen von Sicherheitsdiensten müssten von den Flughäfen sanktioniert werden. „Die Flughäfen müssen also einen besseren Job machen und außerdem dafür sorgen, dass überall für höchstens einen Euro eine Flasche Wasser erhältlich ist.“

Foto: Ankunfts- und Abflugstafel an einem Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

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