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VZBV will Erhöhung der Haftungsgrenzen für Reisekonzerne

Angesichts der Finanzhilfe der Bundesregierung für geschädigte Kunden des insolventen Reiseunternehmens Thomas Cook fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) eine Erhöhung der Haftungsgrenzen für Reiseunternehmen. "Die Haftungshöhe sollte sich künftig am Gesamtumsatz des größten Reiseveranstalters Tui orientieren", sagte der Reiserechtsexperte beim VZBV, Felix Methmann, dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe). Im Jahr 2017/2018 habe der Umsatz des Konzerns in Deutschland etwa fünf Milliarden Euro betragen. Da etwa 20 Prozent davon vorausbezahlte Kundengelder betroffen hätten, sollte die Haftungshöchstgrenze künftig eine Milliarde Euro betragen. "Diese Grenze sollte nicht mehr länger pro Versicherer, sondern pro Reiseanbieter gelten", so der Reiserechtsexperte weiter. Alternativ wäre auch ein Reisegarantiefonds möglich, wie dies in Dänemark bereits praktiziert werde. "Ein solcher Fonds muss von den Reiseveranstaltern finanziert werden", erläuterte Methmann. Die jeweiligen Beiträge sollten sich "an den jeweiligen Jahresumsätzen und der Bonität orientieren, um zu verhindern, dass kleine Anbieter benachteiligt werden". Mit Blick auf die geplante staatliche Unterstützung für Thomas-Cook-Kunden äußerte der Reiserechtsexperte scharfe Kritik an der Bundesregierung. "Der Staat hat bei der Umsetzung der Pauschalreiserichtline einen folgenschweren Fehler gemacht, für den jetzt der Steuerzahler geradestehen muss ", sagte Methmann dem "Handelsblatt". Die Haftungsgrenze pro Versicherung von 110 Millionen Euro sei "viel zu niedrig angesetzt" gewesen. Foto: Urlaubsangebote im Reisebüro, über dts Nachrichtenagentur  
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