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Wahl in Argentinien gestartet

In Argentinien haben am Sonntag um 8 Uhr Ortszeit (12 Uhr deutscher Zeit) die Wahllokale für die Präsidentschafts- und Parlamentswahl geöffnet. Fast 39 Millionen Menschen ab 16 Jahren sind zur Wahl aufgerufen, in Argentinien gilt Wahlpflicht. Bereits ab 20 Uhr am Samstagabend waren landesweit der Verkauf von Alkohol und bestimmte Veranstaltungen in der Öffentlichkeit verboten. Im Wesentlichen läuft die Präsidentschaftswahl auf ein Duell zwischen dem seit 2015 amtierenden Konservativen Mauricio Macri und seinem Herausforderer Alberto Fernández von den Peronisten heraus. Fernández wird dabei von der früheren Präsidentin Cristina Kirchner unterstützt, die nun Vizepräsidentin werden will. Fernández hatte bei den Vorwahlen im August, bei denen es offiziell nur darum ging, die aufgestellten Kandidaten zu bestätigen, 47,8 Prozent der Stimmen geholt, der Amtsinhaber Macri nur 31,8 Prozent. Bei einem solchen Ergebnis am Sonntag wäre noch nicht einmal mehr eine Stichwahl nötig, denn schon im ersten Wahlgang reicht für den Sieg eine relative Mehrheit von 45 Prozent der Stimmen, und sogar nur 40 Prozent, wenn der zweitplatzierte Kandidat mindestens 10 Prozent dahinter liegt. Ansonsten müssen die Argentinier am 24. November noch einmal an die Urnen. Das Ergebnis der Vorwahlen hatte an den internationalen Finanzmärkten bereits Unruhe ausgelöst, der seit Jahren dem Verfall preisgegebene Argentinische Peso sprunghaft über 30 Prozent an Wert verloren. Da halt es auch nicht, dass Fernández beteuerte, im Falle eines Wahlsieges die Wirtschaft nicht strenger zu regulieren. Viele Investoren fürchten dennoch einen Protektionismus wie zu Kirchners Zeiten, und das angesichts einer Inflationsrate von rund 50 Prozent. Die Wahllokale schließen am Sonntag um 18 Uhr Ortszeit (22 Uhr deutscher Zeit), danach wird mit ersten Ergebnissen gerechnet. Foto: Alberto Ángel Fernández, Cristina Fernández de Kirchner, Claudia Ormachea, über dts Nachrichtenagentur  

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