In den letzten Tagen wurden in der Türkei mehr als 100 verheerende Waldbrände gemeldet, die große Zerstörung anrichteten. Obwohl die meisten Feuer inzwischen unter Kontrolle gebracht werden konnten, wüten in den Provinzen Izmir, Aydin, Manisa, Karabük und Bolu weiterhin fünf größere, unkontrollierbare Brände. Die Flammen fressen sich gnadenlos durch die trockenen Wälder und Buschlandschaften, verheeren die Natur und bedrohen die angrenzenden Dörfer und Städte.
Tausende verzweifelte Anwohner mussten bereits ihre Häuser verlassen und sich vor den herannahenden Feuerwänden in Sicherheit bringen. Die Evakuierungen verliefen teilweise chaotisch, da viele Menschen in Panik gerieten und versuchten, ihre Hab und Gut mitzunehmen. Bislang wurden glücklicherweise keine Todesopfer gemeldet, doch die Schäden an Gebäuden, Infrastruktur und Landwirtschaft sind immens.
Die Ursachen der Brände werden derzeit intensiv untersucht. Mehrere Verdächtige, die möglicherweise mit der Brandstiftung in Verbindung stehen, wurden bereits festgenommen. Die Suche nach weiteren Tätern läuft auf Hochtouren, da die Behörden davon ausgehen, dass viele der Feuer absichtlich gelegt wurden. Die Bekämpfung der Waldbrände gestaltet sich für die erschöpften Feuerwehrleute äußerst schwierig, da die Flammen durch starke Winde immer wieder angefacht werden.
