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Weniger Spenden für Hilfsorganisationen im Mittelmeer

Nichtregierungsorganisationen (NGOs) leiden unter den Gerüchten, dass sie bei ihrer Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer mit kriminellen Schleppern zusammenarbeiten würden: Sie erhalten weniger Spenden, berichtet der „Spiegel“ in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe. Der deutsche Verein der internationalen Hilfsorganisation SOS Méditerranée verzeichnete demnach einen „deutlichen Rückgang“ an Spenden von August bis November 2017. Die Organisation Sea-Watch nahm nach eigenen Angaben „wahrnehmbar“ weniger Spenden ein. Auch der Berliner Verein „Jugend rettet“ bemerkte einen Rückgang, vor allem an Großspenden.

Laut einer Umfrage des Nachrichtenmagazins unter den NGOs beteiligten sich im vergangenen Jahr mehr als 500 Freiwillige aus Deutschland an den Rettungsaktionen im Mittelmeer. Die bislang unbelegten Gerüchte über eine Zusammenarbeit zwischen NGOs und Schleppern waren bereits Ende 2016 aufgekommen. Sizilianische Staatsanwälte nahmen daraufhin Ermittlungen auf. Am 2. August 2017 beschlagnahmten sie das Schiff „Iuventa“ von „Jugend rettet“ wegen angeblicher Beihilfe zur illegalen Migration. Die Berliner NGO widersprach den Vorwürfen und legte ihrerseits Belege vor. Ihre Beschwerde gegen die Beschlagnahme lehnte ein Gericht jedoch ab. Daraufhin legte die NGO Klage vor dem Kassationsgericht in Rom ein. Die Anhörung steht noch aus.

Foto: Bootsflüchtlinge im Mittelmeer (Archiv), Marina Militare, über dts Nachrichtenagentur

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