Wien: Ballsaison bringt Rekordumsatz

Wien: Ballsaison bringt Rekordumsatz

Wien: Ballsaison bringt RekordumsatzWien – Die Gemeinden freuen sich über die Vielzahl der veranstalteten Bälle. Es ist aber nicht die Freude über Abwechslung in der Gemeinde, sondern die Freude über Einnahmen in die Gemeindekasse. Allein die rund 450 Bälle in Wien lassen an Vergnügungssteuer 1,4 Millionen Euro in die Kasse fließen. Aber auch der Finanzminister darf sich freuen, wird doch auch bei und rund um den Ball ein Mehr an Umsatzsteuern eingenommen. Ebenso ist für viele Unternehmen die Ballsaison dazu angetan, für ein Umsatzplus zu sorgen.

Gut gekleidet beim Walzer

Ein qualitativ hochwertiger Frack kostet rund 800 Euro. Da der Trend bei vielen Bällen, besonders in Wien, wieder zum Frack geht, stehen manche Herren vor einem Problem. Die Alternative ist ein Kleiderverleih, auch für den Smoking. Die Leihgebühr für einen Frack beträgt rund 230 Euro, für einen Smoking etwa 160 Euro. Die jeweilige Kaution, zwischen 200 und 300 Euro bekommt der Ballbesucher abzüglich der Leihgebühr wieder zurück. Aber auch die Damen lassen sich die Ballkleidermiete einiges kosten, zwischen 150 und 200 Euro. Aber nicht nur der Kleiderverleih wird belebt. Auch Friseure haben alle Hände voll zu tun, doch nicht nur vor dem Ball. Einige Friseure haben während des Balls am Veranstaltungsort sogenannte Stylingecken eingerichtet. Das gelöste Haar wird rasch wieder hochgesteckt und die Ballbesucherin ist auch nach einem stürmischen Walzer wieder ordentlich frisiert. „Viele kommen rein, lassen sich das Haar hochstecken und sind wieder weg“, erklärt die Innungsmeisterin Karin Dopplinger. Bei Frisuren und Kleidung ist in der Ballsaison von einer Krise nichts zu spüren.

Rekordumsätze

Laut Hochrechnungen werden für die diesjährige Ballsaison Rekordumsätze erwartet, zudem sich die Anzahl der Ballbesucher Österreich weit erhöht hat. Österreich scheint wieder zu tanzen. In der Bundeshauptstadt hat sich die Besucherzahl von 490.000 auf eine halbe Million erhöht. 2013 gaben die Ballbesucher insgesamt 121 Millionen Euro aus. Für die Ballsaison 2014 wird mit einem Plus von 7 Millionen Euro gerechnet. Es ist aber nicht der Besucherzuwachs allein, der die Umsätze steigen lässt, sondern auch eine lange Ballsaison. 2014 dauert sie immerhin 3 Wochen länger als im Vorjahr. Und in 3 Wochen lässt sich viel Geld ausgeben, und dazu sind Herr und Frau Österreicher bereit, wenn es um das Walzervergnügen geht, nämlich pro Kopf und pro Ball im Schnitt 255 Euro. Speziell auf Wiener Bällen finden sich viele ausländische Gäste und Besucher aus anderen Bundesländern, für die sich die Kosten noch um den Preis einer Übernachtung erhöhen. „Alles Walzer“, ist also für viele ein Grund zur Freude.

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