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Wirtschaft legt Plan für mehr Gewerbeflächen vor

Die deutsche Wirtschaft hat einen Acht-Punkte-Plan vorgelegt, der das Problem des zunehmenden Mangels an Gewerbeflächen lösen soll. „Von den vorhandenen Siedlungs- und Verkehrsflächen stehen den Betrieben bereits heute nur elf Prozent für Gewerbe und Industrie zur Verfügung, auf das Wohnen entfällt fast viermal so viel“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Achim Dercks, der „Welt“ (Samstagausgabe). „Da, wo Menschen leben wollen, brauchen sie auch Platz zum Wirtschaften. Und dafür müssen wir gemeinsam mehr tun.“

Der Verband schlägt daher eine Raumplanung vor, die stärker als bislang von Anfang an die Interessen der Unternehmen berücksichtigt. „Werden Wohnbauflächen entwickelt, sollen im gleichen Zug auch Gewerbeflächenangebote mitgedacht und ermöglicht werden“, heißt es in dem Konzept des DIHK. Außerdem sollen Brachen in den Städten stärker von Unternehmen genutzt werden können. „Bei der Nachnutzung von Brach- oder Konversionsflächen, beispielsweise von Bahn, Post, Militär oder auch ehemaligen Industriearealen, gilt es stets zu prüfen, ob eine Gewerbe- und Industrieansiedlung möglich ist, bevor vorschnell reine Wohnbauflächen entwickelt werden“, schlägt der Verband vor. Außerdem sollen die Kommunen enger bei der Vergabe von Flächen für Unternehmen zusammenarbeiten. „Ein Schlüssel zur Lösung des Platzproblems liegt in der stärkeren Kooperation von Stadt und Umland“, sagte Dercks. „Die Städte, Gemeinde und Kreise sind gefordert, Gewerbeflächen auch verstärkt über kommunale Grenzen hinweg auszuweisen und so ihre Flächenreserven optimal zu nutzen. Die beim Bundesbauministerium vorhandenen Instrumente zur Städtebauförderung sollten dies stärker berücksichtigen.“

Foto: Vermietungs-Schild, über dts Nachrichtenagentur

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