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Zehn EU-Staaten von Afrikanischer Schweinepest betroffen

Zehn der 28 EU-Staaten sind nach Angaben der EU-Kommission von der weltweit grassierenden Afrikanischen Schweinepest betroffen. Die Seuche sei eine drängende Herausforderung, sagte die EU-Kommissarin für Gesundheit und Verbraucherpolitik, Stella Kyriakides, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). Dank der Maßnahmen der Kommission und der Mitgliedstaaten sei sie aber auf begrenzte Flächen in der EU beschränkt.

Brüssel habe für die Bekämpfung der Seuche bereits mehr als 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. "In einem Fall, Tschechien, wurde die Krankheit sogar vollständig ausgerottet", so die EU-Kommissarin weiter. Es handele sich bei den aktuell betroffenen Staaten um Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Polen, Slowakei, Italien und Belgien, berichten die Zeitungen unter Berufung auf Daten aus dem Meldesystem der EU-Kommission. Kyriakides lobte, die deutschen Behörden seien seit Jahren mit Präventionsmaßnahmen und Sensibilisierungskampagnen "sehr aktiv". Auch wenn das Virus in Deutschland bisher nicht aufgetreten sei, stehe die Kommission in ständigem Kontakt mit den Behörden hierzulande. Zu Forderungen aus Deutschland, zum Schutz vor der Schweinepest verstärkt Zäune an den Grenzen aufzustellen, äußerte sich die EU-Kommissarin für Gesundheit und Verbraucherpolitik aber zurückhaltend. Ein solches Vorgehen sollte immer als eine von vielen anderen Kontrollmaßnahmen eingesetzt werden, sagte sie. Sie könne die Besorgnis deutscher Landwirte vor einer Ausbreitung der Seuche verstehen. "Ich kann ihnen versichern, dass die Bekämpfung der Schweinepest für die Kommission und die Mitgliedstaaten von Anfang eine Priorität darstellt", sagte Kyriakides den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es sei auch wichtig hervorzuheben, dass die Krankheit in keiner Weise den Menschen betreffe. Die EU-Kommissarin erklärte, die Schweinepest sei eine globale Bedrohung. Sie rief deshalb dazu auf, "eine stärker globale und vor allem gemeinsame Antwort auf die Bedrohung zu geben". Sie habe für diesen Freitag eine internationale Konferenz im Rahmen der Grünen Woche in Berlin einberufen, um gemeinsam mit Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit Experten und Politikern aus aller Welt über die Bedrohung zu beraten, sagte Kyriakides.

Foto: EU-Kommission in Brüssel, über dts Nachrichtenagentur

 

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