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Heidelbergcement-Chef zieht es in den Wald

Nach 15 Jahren als Vorstandschef von Heidelbergcement will Bernd Scheifele noch einmal etwas Neues lernen: Er werde in Bayern einen Lehrgang für Forstwirtschaft belegen, „damit ich meinen Wald im Odenwald besser bewirtschaften kann“, sagte er dem „Mannheimer Morgen“ (Freitagausgabe). Der 62-Jährige besitzt ein Schloss mit Ländereien. „Der Wald und die Jagd liegen mir sehr am Herzen“, so der Sohn eines Forstwirts.

Ende Januar geht Scheifele, der den Heidelberger Zementhersteller 2010 in den DAX geführt hat, in den Ruhestand. Nach der vorgeschriebenen Abkühlphase von zwei Jahren soll er den Aufsichtsrat von HeidelbergCement führen. Bis dahin werde er unter anderem den Finanzinvestor EQT bei Firmenübernahmen beraten, sagte er. Außerdem bleibt er Chefkontrolleur des Mannheimer Pharmahändlers Phoenix und im Aufsichtsrat der Holtzbrinck-Mediengruppe. Scheifele hatte sich früh aus eigenen Stücken entschlossen, nach 15 Jahren aufzuhören. Dann „sei das Innovationspotenzial einer Person erschöpft“, sagte der dienstälteste Chef eines DAX-Konzerns. Außerdem sollte die Unternehmensspitze nicht zu weit weg von den jüngeren Generationen sein. Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Dominik von Achten, den Scheifele gezielt aufgebaut hat. Er sei sicher, dass er jetzt mit dem Machtverlust zurechtkommen werde, erklärte Scheifele im Interview: „Man darf sich auch selber nicht zu wichtig nehmen.“ Er habe versucht, sich nie über das Amt zu definieren. „Demut ist eine ganz wichtige Eigenschaft für Manager“, so der promovierte Jurist.

Foto: Wald, über dts Nachrichtenagentur

 

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