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Zumtobel: Negativstart ins neue Geschäftsjahr

Zumtobel Messe BaselDornbirn - Die Gewinne von Zumtobel lagen in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahre im LED-Bereich. Allein in den ersten drei Monaten konnten 89,3 Millionen Euro mit LED-Produkten umgesetzt werden. Am Konzernumsatz stieg der LED-Anteil von 18,4 Prozent auf 28,9 Prozent.  Doch zwei Rückschläge stehen dem Ergebnis gegenüber. Im Juni 2013 wurde der Ausstieg aus der Magnetik-Technologie beschlossen. Fazit: 6,9 Millionen Euro minus. Die zweite rote Zahl zeigte der Bereich Leuchten. Die rückläufige Entwicklung im Baugeschäft bedingte einen  Einbruch von 5,4 Prozent auf 229,9 Millionen Euro. Der Gesamtumsatz des Unternehmens betrug 309,3 Millionen Euro.

Das Unternehmen Zumtobel

1950 begann Walter Zumtobel mit der Produktion von Vorschaltgeräten für Leuchtstoffröhren und konnte mit einer eigenen Leuchte, der Profilux, bereits drei Jahre später den Designpreis erringen. Im Jahr 1991 wurde das Unternehmen in die Bereiche Leuchten und Lichtkomponenten geteilt. In der Folge wurde die Staff-Gruppe und die britische Wassall plc übernommen. Seit 2005 setzt Zumtobel auf LED-Produkte. Im Jahr 2006 wurde das Unternehmen an der Wiener Börse notiert und schon bald in den ATX aufgenommen, aus dem es 2012 wieder ausschied. Die Aktie wird seither am Prime-Markt gehandelt. Heute zeigt die Zumtobel-Aktie einen Wert von 418 Millionen Euro, den kleinsten Wert im Wiener Leitindex . Die Familie Zumtobel ist im Besitz von 35,4 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt als Zumtobel-Gruppe 7.300 Mitarbeiter. Sie ist international tätig, hat jedoch im letzten Geschäftsjahr außer in Südeuropa Einbußen und Rückgänge verzeichnen müssen. Firmensitz ist in Dornbirn.

Wechsel im Vorstand

Der Vorstandsvorsitzende Harald Sommerer und der Finanzvorstand Mathias Dähn werden mit Ende September 2013 den Zumtobel-Konzern verlassen. Ulrich Schuhmacher wird zukünftig die Geschicke des Unternehmens lenken. Ulrich Schuhmacher war bislang Vorstandsvorsitzender des Halbleiterherstellers Infineon. Interimistisch übernimmt er auch bis Ende 2013 die Aufgaben des Finanzvorstandes. „Mit Ulrich Schuhmacher haben wir einen ausgewiesenen Technologie-Experten gewinnen können, der auf bemerkenswerte unternehmerische Erfolge zurückblicken kann“, freute sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Zumtobel AG, Jürg Zumtobel. Für ihn sei es gerade in der Phase des Technologiewandels hin zu LED wichtig, eine kompetente Führungsspitze im Unternehmen zu wissen. Im Zumtobel-Konzern wird der Zukunft positiv entgegengesehen, wenn auch für das laufende Geschäftsjahr eine Umsatz- und Ergebnisprognose nicht möglich sei. Vorrangig seien die Kosteneffizienz und die strategische Entwicklung der Marken . Was die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens betrifft, gingen Dähn und Sommerer nicht mit den Vorstellungen des Aufsichtsrats konform, was letztendlich zu ihrem Rücktritt führte. Zwischen Ulrich Schuhmacher und dem Aufsichtsrat gibt es sichtlich wesentlich mehr Übereinstimmung. Die Zukunft wird es weisen. Foto: © Zumtobel

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