Zusammenarbeit ausloten – Groningen, Oldenburg und Bremen im Gespräch

Am 1. November 2013 fand das jährliche Fachgruppentreffen der Städte Groningen, Oldenburg und Bremen statt. 140 Fachleute trafen sich in Groningen, um sich in 13 verschiedenen Fachgruppen auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln. Es ist bereits das sechste Treffen dieser Art und geht zurück auf eine Kooperationsvereinbarung der drei Städte aus dem Jahr 2009, mit dem Ziel die Kontakte untereinander zu verstärken. Andrea Frohmader, Referatsleiterin für Internationale Beziehungen in Bremer Senatskanzlei: „Das Treffen ist ein wichtiger und sehr wertvoller Wissensaustausch für alle drei Städte.“
Das große Interesse an einem Austausch spiegelte sich in der Vielseitigkeit an aktuellen Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Stadtentwicklung und Gesellschaft wider. So gab es in diesem Jahr Fachgruppen zur Zusammenarbeit der Museen, zur Kooperation der China Büros und der Konfuzius-Institute oder zur Zukunft der Gründerzentren. Beim Thema Integration ging es um Beschäftigungsmöglichkeiten für Migrantinnen und Migranten und Zugänge zu bildungsfernen Familien. Fragestellungen wie die Strategien der Städte gegen Fachkräftemangel wurden ebenso behandelt wie die Möglichkeiten einer Zusammenführung von Schulen und Vereinen im Sportbereich. Räumliche Entwicklungen in Innenstädten oder in Quartieren mit Schwerpunktbereichen zum Beispiel im medizinischen Sektor wurden in einer Gruppe diskutiert.
Beim Thema Smart Cities befassten sich die Teilnehmenden mit intelligenten, technisch unterstützten Lösungen im Energie- und Mobilitätsbereich. Die Fachgruppe Healthy Ageing E-Health beschäftigte sich mit einer Gesundheitsvorsorge, die durch elektronische Prozesse und Kommunikation unterstützt wird. Die FabLabs – Fabrikationslabore – der drei Städte vertieften ihre bestehenden Kontakte. In einer weiteren Fachgruppe ging es um den Schutz der Arp Schnitger Orgeln in der gesamten Region als wertvolles kulturelles Erbe. Die Fortsetzung der „Deutschen Botschaft“, durchgeführt im Sommer 2013 in Groningen, als besondere Form des Städtemarketings wurde erörtert. Und beim Thema EU-Förderperiode 2014 bis 2020 geht es darum, wie und welche Projekte zukünftig finanziert werden.
Teilnehmende waren sowohl die jeweiligen Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltungen als auch der mit den Themen befassten Institutionen, Hochschulen, Netzwerke und Projektbeteiligten. Im Idealfall werden die angestoßenen Kontakte in der Folgezeit von den teilnehmenden Personen auf eigene Initiative fortgesetzt. Ausgerichtet hat das Treffen ein Organisationsteam aus den drei Städten.
Foto: © Roberto Valdés

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