Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die geplante Trennung der baltischen Staaten vom russischen Stromnetz begrüßt. Sie betonte, dass dieser Schritt es Russland nicht länger ermögliche, Energie als politisches Druckmittel zu nutzen, und teilte dies über das soziale Netzwerk X mit. Estland, Lettland und Litauen haben angekündigt, am Samstag ihre Verbindung zum russischen Stromnetz abzutrennen. Kallas, die früher Estlands Regierungschefin war, bezeichnete den Schritt als „Sieg für die Freiheit und die europäische Einheit“. Bereits im Sommer des letzten Jahres hatten die Netzbetreiber der drei baltischen Staaten diesen Plan bekanntgegeben. Nach der Trennung vom russischen Stromnetz sollen die Länder an das europäische Netz über Polen angeschlossen werden. Die baltischen Länder hatten bereits 2018 beschlossen, ihre Stromnetze mit dem europäischen System zu synchronisieren und dafür finanzielle Unterstützung erhalten. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 haben die baltischen Staaten den Kauf von russischem Gas und Strom gestoppt.
