Allianz begrüßt Riester- und Betriebsrentenpläne der Großen Koalition

Allianz-Logo, über dts NachrichtenagenturDer Versicherer Allianz begrüßt die Pläne der Großen Koalition, Betriebsrenten und Riester-Renten von Geringverdienern durch Freibeträge nicht mehr voll auf die Grundsicherung im Alter anzurechnen. Das Reformvorhaben sei ein „wichtiger Schritt“ zur Verhinderung von Altersarmut, sagte Thomas Wiesemann, Vorstandsmitglied der Allianz Lebensversicherungs-AG, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch). „Es muss sich auch für Bezieher geringer Einkommen lohnen, vorzusorgen“, sagte Wiesemann.

Dazu fehlten bisher positive Anreize. „Wer nicht weiß, ob er hinterher mehr hat als die Grundsicherung, hat heute kein Motiv vorzusorgen.“ Altersarmut droht nach Wiesemanns Auffassung vor allem Beziehern niedriger Einkommen und Menschen, die in Teilzeit- oder Minijobs arbeiten oder arbeitslos werden. „Das sind die eigentlichen Risikofälle. Hier muss es gezielte Anreize geben, vorzusorgen“, sagte der Allianz-Vorstand. Das Verrechnen gegen die Grundsicherung sei ein „Konstruktionsfehler, der jetzt aber korrigiert werden wird“. Wiesemann sprach sich gegen Pauschalmaßnahmen bei der anstehenden Rentenreform aus: „Wir müssen die Mittel sehr zielgerichtet dort einsetzen, wo die Gefahr der Altersarmut am größten ist, und sollten sie nicht mit der Gießkanne verteilen.“ Da es immer weniger Renteneinzahler und immer mehr Leistungsbezieher gebe, seien die für Rentenzahlungen verfügbaren Gelder in Zukunft noch beschränkter als heute.

Foto: Allianz-Logo, über dts Nachrichtenagentur

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