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Binance – britische FCA untersagt Handel mit regulierten Produkten

Wer in Bitcoin oder anderer Kryptowährungen investieren möchte, wird sich im Regelfall bei einer Börse für Kryptowährungen anmelden. Die weltweit größte Krypto-Börse ist die vom in Malta sitzenden chinesische Anbieter Binance. Hier können über 150 verschiedene Coins sowie Derivate auf Kryptowährungen, aber auch auf andere Assets gehandelt werden. Das monatliche Handelsvolumen über Binance wird mit umgerechnet 1,5 Billionen Dollar beziffert.

Ende Juni trudelte beim Unternehmen ein offizielles Schreiben der britischen Finanzaufsicht FCA (Financial Conduct Authority) ein. Mit diesem wird Binance der Handel bestimmter Produkte untersagt, die in Großbritannien reguliert sind.  Bei reviewsbird.de werden seriöse Plattformen vorgestellt, über die zum Beispiel auch Derivate auf Kryptowährungen gehandelt werden können.

Was ist genau von dem Verbot betroffen?

Der Handel mit Kryptowährungen ist zwar auch in Großbritannien nicht reguliert, dafür betrifft das Verbot jedoch jegliche Formen von Derivaten und Produkte, die nach Ansicht der britischen Aufsicht als Wertpapiere zählen würden.

Hierzu könnten zum Beispiel auch digitale Tokens gehören, die im Rahmen eines Initial Coin Offering (ICO) angeboten werden. Neben dem Verbot wurde gleichzeitig auch eine Warnung an alle Nutzer der Plattform ausgesprochen.

Binance wurde zudem aufgefordert auf seiner Webseite folgenden Hinweis anzubringen: “Binance Markets Limited ist nicht zugelassen, um jegliche regulierte Aktivität im Vereinigten Königreich zu betreiben.“ Die Konversation mit britischen Kunden sei außerdem zu sichern und für die britische Aufsicht zur Überprüfung aufzubewahren. Über diese Handelsplattformen können Anleger ohne Bedenken ihre Vermögenswerte diversifizieren und dabei bares Geld sparen.

Was hinter dem Verbot steckt?

Gründe für das Verbot wurden seitens der FCA offiziell nicht genannt. Die britische FCA schreibt derzeit auch alle anderen Anbieter von Krypto-Dienstleistungen an, sich bei der FCA zu registrieren und das Einhalten der geltenden Anti-Geldwäscheregeln nachzuweisen. Binance hatte dem Vernehmen nach zwar einen Antrag bei der FCA gestellt, aber diesen nach den ersten Vorgesprächen wieder zurückgezogen. Das Vorgehen der britischen Aufsichtsbehörde reiht sich auch ein, in das von Aufsichtsbehörden in anderen Ländern.

Erst im Mai dieses Jahres verlangte das US-Justizministerium und die amerikanische Steuerbehörde IRS im Rahmen von Prüfungen zu Steuervergehen und möglicher Geldwäsche Informationen zu Binance-Kunden und Transaktionen. Fakt ist, dass Bitcoins & Co von Kriminellen genutzt werden, um ihre Geschäfte zu finanzieren und das Geld reinzuwaschen.

Von der deutschen Finanzaufsicht BaFin gab es im April eine Warnung, dass Binance eine Strafe riskiere, wenn über die Plattform digitale Tokens angeboten werden, ohne dass dafür ein Wertpapierprospekt vorliegt, dass umfassend über alle Risiken einer solchen Anlage aufklärt.

Nicht mal eine Firmenzentrale

Die Plattform wurde im Jahr 2017 vom Kanadier Changpeng Zhao in Shanghai gegründet. Durch die immer strenger werdenden Regeln für Kryptowährungen in China hatte man sich vor einiger Zeit jedoch entschlossen, nach Malta umzuziehen. Der Gründer von Binance sagte jedoch zuletzt, dass Binance eigentlich gar keine Zentrale habe. Für die britische FCA liegt der Schwerpunkt der Binance Holding jedoch auf den Cayman Inseln. Die Aufsichtsbehörde in Malta machte im letzten Jahr deutlich, dass sie sich für Binance nicht zuständig fühle. Eine Regulierung durch die maltesische Aufsichtsbehörde wurde nicht beantragt. Malta wurde im Übrigen von der global tätigen Financial Action Task Force (FATF) auf die „graue Liste“ gesetzt, weil das Land, obwohl zur Europäischen Union gehörend, nicht genügend kooperiere, wenn es um die Bekämpfung von Geldwäsche geht, die beispielsweise sanktionierten Staaten zugute kommt.

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