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Brexit: Ifo-Präsident fürchtet wirtschaftliche Folgen

Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts, hat vor den wirtschaftlichen Folgen vor allem eines harten Brexit gewarnt. "Panikmache wegen des Brexit ist sicher fehl am Platz. Trotzdem wäre ein harter Brexit mit hohen Kosten auch für Deutschland verbunden", sagte Fuest der "Passauer Neuen Presse" (Montagsausgabe). Die Einigung vom Sonntag sei "ein wichtiger Schritt" gewesen. "Aber die größte Hürde ist die Abstimmung im britischen Parlament. Weder die Regierungsparteien noch die Labour-Partei stehen geschlossen hinter dem Abkommen." Sicher sei das Abkommen über den Austritt ein Höhepunkt der Debatte, "aber der Streit über das Verhältnis zur EU wird weitergehen". Wenn das britische Parlament dem Abkommen zustimmt, würden in der Zeit danach die Befürworter eines harten Brexit behaupten, dem Land würde es viel besser gehen, wenn man ihnen nur gefolgt wäre, so Fuest. Durch den Austritt der Briten verliere die EU global an Gewicht, der Binnenmarkt schrumpfe um fast ein Fünftel und werde weniger attraktiv. "Dennoch bleiben die EU und ihr Binnenmarkt ein großartiges Projekt mit hohem Potenzial zur Steigerung des Wohlstands. Die EU sollte jetzt eine Vertiefung dieses Binnenmarktes anstreben und in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik, der Migrationspolitik, der Entwicklungshilfe und der Infrastrukturpolitik die Kooperation verstärken." Foto: Wahlaufforderung für "Brexit"-Referendum, über dts Nachrichtenagentur

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