Pro Kopf und Jahr „produziert“ jeder Deutsche 10 Tonnen Kohlendioxid, das ist sechsmal mehr als ein Inder. Einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten und damit gleich noch Geld sparen: Das sind zwei wichtige Gründe, um Energie zu sparen. Würde jeder Einzelne seine persönliche CO2-Bilanz um ein paar Tonnen senken bzw. verbessern, dann ist am Ende in der Summe viel erreicht.
Die Klimaerwärmung setzt sich fort
Jeder Deutsche verbraucht sechsmal so viel Kohlendioxid wie ein Inder (10 t.) und weltweit werden pro Jahr rund 35 Milliarden Tonnen des Treibhausgases freigesetzt. (Quelle: Umweltstiftung WWF). Nachdem es rund drei Jahre zu einer Stagnation kam, steigt die Tendenz nun erneut an und erreichte 2018 ein Allzeithoch.
Zugleich setzt sich die Klimaerwärmung fort. Im Ranking der weltweit wärmsten Jahre liegt 2018 nach den Jahren 2016, 2017 und 2015 auf dem vierten Platz. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war 2018 sogar das heißeste Jahr, das jemals gemessen wurde. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurden in den letzten 22 Jahren die 20 wärmsten Jahre registriert.
Eben diese globale Erwärmung ist von Menschenhand geschaffen und das was die Klimaforscher an den Computermodellen simulieren, kann auch anhand von Messungen an Baumscheiben, am Meeresgrund und in Eisbohrkernen nachgewiesen werden.
Die globale Erwärmung: Sie ist vom Menschen geschaffen
Von keinem ernstzunehmenden Wissenschaftler wird der Zusammenhang zwischen dem CO2-Ausstoß und der Erderwärmung in Zweifel gezogen. Anzeichen für den Klimawandel sind nicht nur die Häufung der Extremwetter-Ereignisse, sondern auch der Anstieg des globalen Meeresspiegels. Dieser ist laut WMO in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres um zwei bis drei Millimeter höher als im 1. Halbjahr 2017.
Mitte Dezember 2018 wurde auf der UN-Klimakonferenz in Kattowitz zumindest ein Zwei-Grad-Ziel als Kompromiss manifestiert. Dabei handelt es sich um die Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber den vorindustriellen Werten bis zum Ende des Jahrhunderts. Ebenfalls gehören zu dieser Übereinkunft, Regeln um den CO2-Ausstoß der Länder transparenter zu gestalten und ebenso die Standards zur Erfassung des Treibhausgases. All das wurde allerdings von den Hilfsorganisationen wie BUND und Greenpeace als viel zu unkonkret kritisiert.
Eines steht fest: Es ist höchste Zeit zu Handeln und ein jeder kann dazu beitragen. Ein gutes Beispiel ist Changers.com mit seiner CO2-App.
Die CO2-App von Changers.com
Die CO2-App ist eine App, die Viel(e) bewegt, denn auf spielerische Weise werden hier die MitarbeiterInnen dazu beweg, an Lauf- und Radfahrwettbewerben teilzunehmen. Unternehmen können in dein einzelnen Challenges nicht nur Abteilungen oder Standorte gegeneinander antreten lassen, sondern sogar Länder. Die Idee dahinter ist simpel: Menschen dazu motivieren, nachhaltigere Transportoptionen zu wählen, indem ihnen dabei geholfen wird, den CO2-Fußabdruck zu verstehen und abzuschätzen.
Damit das gelingt, muss die App einfach vor der Fahrt mit dem Fahrrad, dem öffentlichen Verkehrsmittel oder dem Auto gestartet werden und im Verlauf der Fahrt können die CO2-Auswirkungen abgelesen werden. Diejenigen die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, verdienen Recoins, von denen die CO2-Auswirkungen der Autofahrten oder Flüge ausgeglichen werden.
Diejenigen die beim Radfahren oder einem umweltfreundlichen Transport CO2 einspart, der wird mit Recoins, bei denen es sich um die digitale Währung von Changers handelt, belohnt. Für jeden Kilometer, der mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, gibt es einen Recoin bzw. für fünf Kilometer mit dem Bus oder 20 Kilometer mit dem Zug.
Auch die Emissionen bspw. beim Autofahren werden berechnet und so ist es möglich, sein negatives CO2-Guthaben auszugleichen, indem das Rad oder ein öffentliches Verkehrsmittel genutzt wird. Damit ein wenig Spaß an der Sache aufkommt, können die Nutzer Auszeichnungen und Abzeichen erhalten und zudem mit anderen lokal und global konkurrieren.
Von jedem wird ständig CO2 ausgestoßen und das nicht nur dann, wenn man unterwegs ist, sondern selbst beim Kaffee trinken oder Einkaufen. Die große Idee von Changers.com ist, die Menschen zu ermutigen, die CO2-Auswirkungen insgesamt zu kompensieren, indem echte Klimazertifikate ausgestellt werden.
Wer mit dem Fahrrad, Bus oder Zug mindestens 50 Punkte verdient, der kann in der App ein Klimazertifikat erwerben, denn das bedeutet eine Einsparung von 25 Kilogramm CO2.
Wer oder was ist Changers.com?
Gegründet wurde Changers von Daniela Schiffer und Markus Schulz. Ihr Ziel war es, das nachhaltige Verhalten als Einheit von CO2 messbar zu machen. Die Idee dahinter: Sie wollen Menschen dazu motivieren, durch eigene Verhaltensänderungen dazu beizutragen, den Klimawandel zu reduzieren.

