Datenschutzbeauftragte warnt vor Amazon Echo

Amazon EchoDie Bundesbeauftragte für Datenschutz, Andrea Voßhoff, rät bei der Nutzung intelligenter Sprachassistenten wie Amazon Echo zur Vorsicht. Geräte, wie das von Amazon, das gerade zu Testzwecken auf den deutschen Markt gekommen ist, beantworten auf Ansprache hin Fragen etwa nach dem Wetter oder der Verkehrslage. Langfristig soll man über sie zum Beispiel auch Flüge buchen, ein Taxi bestellen oder einkaufen können.

„Intelligente Sprachassistenten, die ihre Umgebung ständig belauschen, sind aus Sicht des Datenschutzes kritisch zu bewerten“, sagte Voßhoff dem Berliner Tagesspiegel (Samstagausgabe). Für Nutzer sei nicht ausreichend nachvollziehbar, „wie, in welchem Umfang und wo die erfassten Informationen verarbeitet werden“. Auch sei nicht klar, für wie lange die Daten gespeichert würden.

Amazon Echo verfügt über sieben Mikrofone, die mit Richtstrahl-Technologie und Störsignalunterdrückung ausgestattet sind, so dass er den Nutzer von überall im Raum klar hören kann. Die verbesserte Richtstrahl-Technologie bündelt die Signale der einzelnen Mikrofone, um Lärm, Hall, laufende Musik und sogar andere Stimmen im Hintergrund zu unterdrücken, so dass Amazon Echo und Alexa Anweisungen auch trotz Nebengeräuschen deutlich hören können.

Amazon Echo erkennt mittels auf dem Gerät installierter Software das Aktivierungswort „Alexa“. Sobald Echo aktiviert ist, leuchtet der Lichtring blau und Echo streamt die Anfrage an die Cloud. Dort angekommen, verarbeitet Alexa die Anfrage über die Amazon Web Services. Die Cloud bedient sich eines hochkomplexen, auf neuronalen Netzen basierten Spracherkennungssystems, um den Nutzer auch über Entfernung hinweg zu erkennen und auf ihn zu reagieren.

Quelle: Der Tagesspiegel

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