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DIHK sieht durch hohe Stromkosten Wettbewerbsfähigkeit bedroht

Angesichts immer stärker steigender Energiekosten sieht der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, die deutsche Wettbewerbsfähigkeit bedroht. „Die Stromkosten für mittelständische Industriebetriebe sind die höchsten in der ganzen EU“, sagte Wansleben den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Freitagsausgaben). Die Unternehmen sähen in den Energiekosten ein wachsendes Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung.

Nicht nur der Ausstieg aus der Kohleverstromung wirke kostentreibend, auch der beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren Energien lasse den Netzausbaubedarf in die Höhe schnellen, so Wansleben weiter. Rund 70 Milliarden Euro müssten bis 2030 allein in Ausbau und Verstärkung des Übertragungsnetzes investiert werden, um einen Anteil von 65 Prozent Erneuerbarer am Stromverbrauch ins Netz integrieren zu können, rechnete der DIHK-Hauptgeschäftsführer vor. Ohne einen zügigen Netzausbau würde alles noch teurer. „All das zeigt, wie wichtig es ist, den schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung mit einer Kompensation bei den Übertragungsnetzentgelten zu begleiten“, sagte Wansleben den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Um die hiesige Industrieproduktion auf Dauer wettbewerbsfähig zu halten, sei „schon heute eine deutliche Senkung der Umlagen und Abgaben auf den Strompreis erforderlich“. Wansleben äußerte sich anlässlich der „Netzausbaureise“ von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nach Hessen, die am Freitag beginnt.

Foto: Industrieanlage, über dts Nachrichtenagentur

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