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Ethereum 2.0 – das ersehnte Update soll im August kommen

Hinter Bitcoin ist Ether (die Währung Blockchain Protokolls Ethereum) die wichtigste Kryptowährung am Markt. Seitdem Vitalik Buterin, einer der Ethereum-Mitbegründer, einen Merger ankündigte, ist die Krypto-Szene in Aufruhr. Immer wieder wurde er verschoben, doch im August soll es endlich so weit sein. Für Anleger und Trader, die vor allem Ethereum kaufen möchten, ein spannendes Datum, denn die Preisentwicklung könnte rasant werden.

Update auf Ethereum 2.0 soll Proof of Stake bringen

Lange herrschte Ungewissheit, wie es mit Ethereum und seinem Update weitergeht. Seit dem ETH Shanghai Web 3.0 Developer Summit ist damit Schluss. Vitalik Buterin offenbarte endlich, wie der weitere Fahrplan für das Update aussieht und was User künftig erwarten dürfen.

Im August soll es endlich so weit sein. Damit wird die bisher bekannte Blockchain der Kryptowährung der Vergangenheit angehören. Wie Bitcoin wurden die Transaktionen bei Ethereum bislang im Proof-of-Work-Verfahren realisiert. Ein enormer Aufwand, vor allem für die bereitzustellende Rechenleistung, um alle Transaktionen möglichst in Echtzeit abzuwickeln.

Mit dem Merge und Ethereum 2.0 gibt es eine wesentliche Veränderung: Statt PoW wird fortan im PoS (Proof-of-Stake-Verfahren) „validiert“. Hierbei handelt es sich um ein Konsensverfahren, welches die Transaktionsabwicklung mittels einer Einlage sichert. Damit ist auch das Ende des Minings besiegelt. Für alle Mining-Kritiker ein echter Erfolg.

Ethereum wagte bereits 2020 im Dezember einen wesentlichen Schritt. So wurde in der Beacon-Chain der Proof-of-Stake-Algorithmus implementiert. Ca. 10 % der ETH sind im Testnet für die Staking-Prozesse hinterlegt. Seither laufen Ethereum-Blockchain und Beacon-Chain parallel. Mit dem Merge im August soll sich das ändern.

Proof of Work und Proof of Stake: Konsensalgorithmen im Vergleich

Warum ist der Wechsel von PoW zu PoS so bahnbrechend? Beide Algorithmen haben ihre Vorzüge, aber auch Nachteile. Bislang nutzt das Gros der Kryptowährungen den PoW-Algorithmus. Vor allem BTC und ETH machten ihn bekannt. Um die einzelnen Transaktionen validieren zu können, müssen Miner unterstützen und mit ihrer Hardware die Blöcke verarbeiten; zur Blockchain hinzufügen. Eine äußerst ressourcenaufwendige Arbeit, für die Miner mit Coins entlohnt wurden.

Im Konsensalgorithmus-Vergleich dazu der PoS. Er kommt ohne Mining-Leistung aus, ist damit deutlich ressourcenschonender. Hier regiert das Prinzip der Schnelligkeit und des Zufalls. Unter den Netzwerk-Teilnehmenden findet eine „Auslosung“ statt, wer den Block an die Chain angefügt. Deutlich fairer als der PoW-Algorithmus loben viele Kritiker.

Der PoS-Algorithmus wurde bislang vor allem von DOT angewandt, doch nun wird das neue Krypto-Zeitalter mit Ethereum 2.0 eingeläutet.

Nachteile bei PoW und PoS

Der PoS-Algorithmus ist durch das nicht benötigte Mining deutlich energiesparender, aber keinesfalls wirklich fairer. Zwar wird im Netzwerk nach dem Zufallsprinzip verteilt, allerdings wird dabei Kapital als Einlage benötigt. Je mehr Einlage ein Netzwerkteilnehmer hat, dass du höher die Wahrscheinlichkeit, den Block an die Chain fügen zu dürfen.

Der PoW-Algorithmus wird ebenfalls äußerst kritisch gesehen. Vor allem der enorme Energieaufwand, welcher für das Mining benötigt wird, sorgte schon in zahlreichen Ländern für Verbote. Mittlerweile hat China offiziell das Mining verboten, doch noch immer wird vor allem verdeckt gearbeitet. Auch andere Länder wie beispielsweise Norwegen haben das Mining-Verbot diskutiert, sich (zunächst) jedoch dagegen entschieden.

Warum Proof of Stake die Zukunft der Kryptobranche sein soll

Die Kryptobranche hat mittlerweile vor allem ein Umweltproblem. Durch die rasant steigende Nachfrage und dem enormen Handelsvolumen bei Bitcoin und anderen PoW-basierten Kryptowährungen werden unzählige Mining-Prozesse für die Validierung benötigt. Die Folge: ein enormer Energieaufwand, welcher von immer mehr Ländern äußerst kritisch gesehen und sogar temporär verboten wird.

Die Etablierung des PoS-Algorithmus könnte zur Trendwende führen und Kryptowährungen ein grüneres Image verpassen. Laut Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin könnte der Stromverbrauch für das bisher benötigte Mining dem Umstieg auf das Proof-of-Stake-Verfahren enorm gesenkt werden. Seine Schätzungen gehen ungefähr von einer 10.000-fachen Verringerung aus, was alle Kritiker verstimmen lassen dürfte.

Elon Musk als prominentester PoW-Kritiker

Dass der PoW-Algorithmus aufgrund der Ressourcenintensität kritisch im Fokus steht, ist nicht zuletzt prominenten Kritikern wie Tesla-Chef Elon Musk zu verdanken. Er kündigte an, künftig auf Bitcoin-Transaktionen verzichten zu wollen, um die massiven Umweltschädigungen durch die Nutzung fossile Brennstoffe beim Mining nicht zusätzlich zu unterstützen.

Auch die Abhängigkeit des PoW-Algorithmus sehen viele Experten und sogar Buterin kritisch. Auch die Krypto-Trader haben ein wachsendes Umweltbewusstsein, sodass die Nachfrage nach der digitalen Währung aufgrund der Ressourcenintensität deutlich schwinden könnte.

Ethereum-Kurs

Bislang zeigt sich der Ethereum-Kurs von den Ankündigungen der Zusammenführung vergleichsweise unbeeindruckt. Ursächlich dafür die immer wieder stattfindenden Verzögerungen im Vorfeld. Wie sich die Preise nach der Einführung von Ethereum 2.0 tatsächlich entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Wer künftig im PoS- Algorithmus profitieren möchte, benötigt seine Stakes. Für alle, die bislang schon Ether im Wallet haben, ideal, denn diese können dafür eingesetzt werden.

Experten gehen davon aus, dass mit zunehmender Etablierung des PoS-Algorithmus nach der Testphase deutlich mehr Nachfrage besteht. Ob jedoch ähnliche Kurs-Höhenflüge wie bei Bitcoin temporär möglich sind, zeigt die Zukunft.

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