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Europäisches Forum Alpbach: Ausstieg der Industriellenvereinigung

Alpbach ÖsterreichAlpbach - Das Europäische Forum Alpbach wird im kommenden Jahr ohne die Industriellenvereinigung als Exklusivpartner auskommen müssen . Gerade 2014, einem Jahr mit Neuerungen, dürfte der Ausstieg der Industriellenvereinigung für besondere Aufregung sorgen. Zum ersten Mal sollen in Albach auch Bildungsgespräche stattfinden, die sich mit der Zukunft von Hochschulen und Universitäten auseinandersetzen sollen. Auch erstmals steht der Global Think Thank auf dem Programm, zu dem EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barosso und UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon erwartet werden.

Das Europäische Forum Alpbach

Das kleine Tiroler Bergdorf Alpbach wird seit 1945 alljährlich im August zum Zentrum von wirtschaftlichen und politischen Gesprächen. Experten, Politiker und Studierende kommen aus der ganzen Welt zusammen, jährlich werden  rund 4.000 Teilnehmer aus mehr als 60 Staaten gezählt. Die Veranstaltung ist gegliedert in eine Seminarwoche, die Alpbacher Gesprächen und die Alpbacher Sommerschulkurse. Begleitet wird das Forum von einem umfangreichen Kunst- und Kulturprogramm sowie den spontan organisierten Kamingesprächen, bei denen verschiedene Themen mit großen Persönlichkeiten diskutiert werden können. 2013 stand das Alpbacher Forum unter dem Motto: „Erfahrungen und Werte“. 2014, das für viele historische Ereignisse ein Gedenkjahr darstellt, wird das zentrale Thema „At the Crossroads“ lauten. 200 Jahre Wiener Kongress, 100 Jahr Erster Weltkrieg, 25 Jahre Fall der Berliner Mauer, Europa steht auch heute wieder an einer Weggabelung. Grundsatzentscheidungen werden in Alpbach diskutiert, jedoch ohne dem starken Partner Industriellenvereinigung.

Gründe für den Ausstieg

Franz Fischer, Präsident des Forum Alpbach, lud für 2014 die Arbeiterkammer und die Wirtschaftskammer als weitere Partner ein. Die Reaktion der Industriellenvereinigung war eindeutig. Für sie käme nur eine Exklusivpartnerschaft in Frage, alles andere sei uninteressant. Besonders die Teilnahme der Arbeiterkammer ist der Industriellenvereinigung ein Dorn im Auge. Doch für Fischer stellt sie eine wichtige Entscheidung dar: „Es ist ein Signal, dass die Wirtschaft in Summe mehr ist als die Industriellenvereinigung. Auch andere Bereiche gehören dazu, wie die Arbeitnehmer.“ Finanziell fällt der Ausstieg nicht ins Gewicht, denn die Unterstützung für die Veranstaltung wird sich in diesem Jahr verdreifachen. Auch wenn der Partner wegfällt, werden führende Industrielle an den Gesprächen teilnehmen, wie etwa Claus Raidl, der Vizepräsident des Forums. Grund, dass die Wirtschaftskammer als Partner der Wirtschaftsgespräche auftritt, ist auch das Ende der sogenannten Perspektivengespräche, die 2013 zum letzten Mal abgehalten worden sind und bei denen die Wirtschaftskammer Hauptsponsor war. Die Perspektivengespräche zeigten sich 2013 als profillos, ohne gewichtigen Gehalt. Für das Forum Anlass genug, sie abzustellen. Dass mit ihnen auch die Industriellenvereinigung wegfällt , war nicht direkt vorhersehbar. Foto: © Lupin III.

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