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Hamburg überholen: Durban träumt von Riesen-Hafen

Durban – Der Hafen Durban – einer von Afrikas wichtigsten Güter-Umschlagsplätzen. 80 Millionen Tonnen Fracht für mehr als acht Milliarden Euro werden hier jedes Jahr abgefertigt. Aber der südafrikanische Hafen stößt an seine Grenzen. Allein der Container-Verkehr soll jedes Jahr um weitere acht Prozent wachsen. Ab 2019 gibt es keinen Platz mehr. Ein neuer Riesen-Hafen soll her, und der soll von den Container-Mengen her Hamburg den Rang ablaufen. Kapitän Rufus Lekala, Leiter der südafrikanischen Häfen: „Ich arbeite seit sieben Jahren in diesem Hafen. Ich kenne seine Grenzen und auch die des Landes. Und ich habe mich in der Welt umgesehen. Um wettbewerbsfähig zu sein, brauchen wir die neueste Technik. Dieser Hafen ist mehr als überfällig.“

Der neue Hafen von Durban soll dort hin, wo früher der Flughafen stand, zwischen Autobahn und Indischem Ozean. Fünf Mal so viele Container sollen dort abgefertigt werden. Das freut China als größten Handelspartner. Aus der Volksrepublik kommen Container voller Waren, in die Volksrepublik kommen Öl, Zucker und Rohstoffe. Aber allein die Baukosten für den Hafen werden auf sechs Milliarden Euro taxiert, ganz zu schweigen von der Anbindung an Straße und Schiene.Die schwache Infrastruktur gilt als eines der Hauptprobleme in vielen Ländern Afrikas.

Beim Gipfel der Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika in Durban stand der Bau von Eisenbahnen, Straßen und Häfen darum gerade ganz oben auf der Wunschliste. Und tatsächlich wollen die sogenannten BRICS-Staaten eine gemeinsame Entwicklungsbank gründen, die genau solche Projekte finanziert. Wann die Konkurrenz zur Weltbank tatsächlich kommt, ist allerdings noch offen – und damit wohl auch, ob der Traum von Riesen-Containerhafen in Durban so bald Realität wird oder nicht.

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