Saarland festigt Status als Wirtschaftsstandort

„Die Zahl der Menschen, die zum Arbeiten ins Saarland kommen, ist im Jahr 2014 weiter deutlich angestiegen. Das Saarland baut damit seinen Status als zentraler Wirtschaftsstandort in der Großregion weiter aus. Dies geht aus der aktuellen Pendlerstatistik der Bundesagentur für Arbeit hervor“, so Finanzminister Stephan Toscani.
Im Jahr 2014 pendelten 25.312 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ins Land, das sind 3,7 Prozent mehr als noch in 2013 und sogar 5,7 Prozent mehr als im Krisenjahr 2009. Mit 7,9 Prozent Anteil der Einpendler an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Land belegt das Saarland damit den Spitzenplatz aller deutschen Flächenländer.
Die Zahl der Einpendler aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz erreicht mit 25.876 sogar einen neuen Höchstwert, der Pendlersaldo mit dem Nachbarland ist in den letzten fünf Jahren um über 25 Prozent angewachsen. Hinzu kommen 18.851 Einpendler aus Frankreich.
„Wir freuen uns, dass die Arbeitsplätze im Saarland so begehrt sind, allerdings profitieren wir aufgrund der ungerechten Regelungen der Steuerverteilung in Deutschland zu wenig davon“, erläutert Finanzminister Stephan Toscani. „Diese Pendlerströme werden bei der Verteilung des Lohnsteueraufkommens auf die Länder nicht berücksichtigt: Für die Einpendler werden dem Land und seinen Kommunen originär keine Steuereinnahmen zugeteilt, weil die Verteilung nach dem Wohnsitz des Arbeitnehmers erfolgt. Andererseits nutzen die Pendler die vorhandene Infrastruktur, ähnlich wie in Stadtstaaten, die hierfür im Gegensatz zum Saarland eine Einwohnerveredelung erhalten.
Während das Saarland beim Vergleich der Wirtschaftskraft je Einwohner noch den fünften Platz aller Flächenländer direkt hinter den großen Vier Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen belegt, und deutlich vor Rheinland-Pfalz liegt, wird es bei der Steuerkraft nach hinten durchgereicht und rangiert nur noch auf Rang acht. Nur die neuen Bundesländer haben eine noch geringere Steuerkraft.
„Bereits zu Beginn der Verhandlungen über die Finanzbeziehungen von Bund und Ländern für die Zeit ab 2020 haben wir daher neben unserer zentralen Forderung nach einer Lösung der Altlasten-Probleme des Landes gefordert, die Verteilung des Steueraufkommens neu zu regeln“, sagt Finanzminister Stephan Toscani. „Die aktuellen Daten geben uns Recht und bestärken uns in der Auffassung, dass wir nicht als Bittsteller in den Verhandlungen auftreten, sondern berechtigte Ansprüche geltend machen.“

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