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JA-Landesverbände kritisieren Spaltungsbestrebungen

In der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) haben sich mehrere Landesverbände dagegen ausgesprochen, sich nach Extremismusvorwürfen neu aufzustellen. „In der Jungen Alternative Thüringen gibt es keine Rechtsextremisten“, sagte der dortige JA-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Anton Friesen der „Welt“ (Freitagsausgabe). Er erwarte „das sofortige Einstellen jeglicher Spaltungsbestrebungen, die der Jungen Alternative als Gesamtorganisation nachhaltig schaden“.

Auch der brandenburgische JA-Landesverband will „nach derzeitigem Stand keine Bestrebungen unterstützen, welche die Einheit sowie die Funktionalität des Gesamtverbandes gefährden“, wie der dortige JA-Landesvorsitzende Dennis Hohloch der „Welt“ sagte. Zuvor hatte AfD-Bundesvize Georg Pazderski die Möglichkeit ins Spiel gebracht, die JA oder einzelne Landesverbände „von der AfD abzulösen“. Zudem hatten einige JA-Landesvorstandsmitglieder in Baden-Württemberg wegen rechtsradikaler Tendenzen ihren Austritt erklärt. Im Protest gegen solche Tendenzen hatte das nordrhein-westfälische JA-Bundesvorstandsmitglied Nicolai Boudaghi eine Auflösung der Jugendorganisation gefordert, „wenn sie der AfD schadet“, wie Boudaghi sagte. Scharfe Kritik daran äußerte Friesen aus Thüringen: „Ich erwarte im Namen aller Mitglieder der Jungen Alternative Thüringen eine Entschuldigung von Herrn Boudaghi“, sagte Friesen. Auch Jan Wenzel Schmidt, Landtagsabgeordneter in Sachsen-Anhalt und Landesvorsitzender der dortigen JA, wies die Kritik an einer Radikalisierung zurück. „Bei uns gibt es weder inhaltlich noch personell nicht zu vertretende Tendenzen“, sagte Schmidt der „Welt“. „Eine Abspaltung einzelner Landesverbände lehnen wir ab.“ Der stellvertretende Landesvorsitzende der JA Baden-Württemberg, Reimond Hoffmann, erklärte: „Für eine Neugründung der JA auf Bundes- oder Landesebene gibt es keinerlei Bedarf.“ Der ganze Landesverband bekenne sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, sagte Hoffmann der „Welt“. „Sektenähnliche Strukturen gibt es bei uns nicht.“ Eine Zusammenarbeit mit der Identitären Bewegung finde „in keiner Gliederung der JA Baden-Württemberg“ statt. Der JA-Landevorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Robert Schnell, hält die bisherigen Austritte aus der AfD für leicht zu verschmerzen. „Ob die ausgetretenen Mitglieder nun eine eigene Jugendorganisation gründen wollen, ist denen überlassen und für meine Arbeit in der AfD und JA nicht relevant“, sagte Schnell. „Wir als Junge Alternative Mecklenburg-Vorpommern sprechen uns für die Einheit des Verbandes aus und sehen die JA nicht annähernd in der Gefährdungslage, wie es die Medien tun.“

Foto: Alternative für Deutschland (AfD), über dts Nachrichtenagentur

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