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Korruptionsverdacht an drei deutschen Botschaften

Die deutschen Auslandsvertretungen in Teheran, Beirut und Ankara stehen im Fokus von Ermittlungen wegen gekaufter Visa. In Iran soll ein ausländischer Antragsteller für ein Visum Schmiergeld an einen Mitbeschuldigten in Deutschland gezahlt haben, der seinerseits dann für die Erteilung des Visums Ortskräfte der Botschaft bestochen hat. Der Mann habe mit dieser Masche offenbar gegen Beträge von 5.000 bis 10.000 Euro Visa an iranische Staatsangehörige weiterverkauft, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, dem „Spiegel“.

Im Fall der deutschen Botschaft in Beirut (Libanon) soll mindestens eine Ortskraft Visaantragsteller für die Vermittlung kurzfristiger Termine abkassiert haben. Hier ermittelt die Staatsanwaltschaft in 21 Fällen, bei denen Beträge von bis zu 5.000 Euro geflossen sein sollen. Die Abteilung für Korruptionsdelikte der Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt außerdem gegen eine Deutsche und einen Syrer an der deutschen Botschaft in Ankara. Zum Ankara-Verfahren könne „aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft erteilt werden“, so Steltner.

Foto: Schild einer deutschen Botschaft im Ausland, über dts Nachrichtenagentur

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