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Kretschmann fürchtet Öffnung von Gaststätten

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) fürchtet ein neuerliches Ansteigen der Infektionszahlen in der Corona-Pandemie. „Von aufatmen kann keine Rede sein“, betonte der Grünen-Regierungschef dem „Mannheimer Morgen“ und der „Heilbronner Stimme“ (Samstagausgaben). Mit Verweis auf den für Baden-Württemberg beschlossenen Zeitplan sagte er: „Das Öffnen der Gaststätten in der übernächsten Woche ist ein ziemliches Risiko.“

Dieser Schritt erfolge im Vertrauen darauf, dass sich die Bürger weiter so diszipliniert und vernünftig verhalten wie bisher. „Jetzt kommt es entscheidend auf die Eigenverantwortung der Bürger an“, appellierte Kretschmann. Er wisse um den hohen existenziellen Druck und den enormen Stress in manchen Branchen durch die Beschränkungen in der Virusbekämpfung. In solchen Situationen müsse der Regierungschef auf alle Bereiche achten. Kretschmann: „Deswegen braucht es einen, der auch mal auf der Bremse steht. Und das bin ich.“ Der Ministerpräsident forderte die Menschen zu Zurückhaltung auf: „Wenn jetzt alle alles was geht bis zum letzten auskosten wollen, überall an die Grenzen des Ermöglichten gehen, dann kann es gut sein, dass die Infektionszahlen in sechs oder sieben Wochen wieder hochschnellen und wir Lockerungen zurücknehmen müssen. Ob wir den Pfad der Lockerung weiter verfolgen können, liegt wirklich bei jedem und jeder einzelnen von uns.“ Niemand wisse sicher, wie sich die jetzt anstehenden Öffnungen vieler Lebensbereiche auswirke.

Foto: Bedienung in einem Café, über dts Nachrichtenagentur

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