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Magdeburger Umweltpreis: Nachhaltigkeit dank regenerativer Energien

„Mit dem Umweltpreis der Landeshauptstadt Magdeburg ehrt die Stadtverwaltung herausragende Leistungen zur Förderung der Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien sowie zur Steigerung der Energieeffizienz“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper auf der Preisverleihung im Gesellschaftshaus. „Die eingereichten Beiträge dokumentieren eindrucksvoll den großen Ideenreichtum, das Engagement und das Verantwortungsbewusstsein für unsere Umwelt.“
Der Umweltpreis der Landeshauptstadt Magdeburg wurde in den drei Kategorien Wirtschaft, Jugend und Private sowie Forschung vergeben. Die Entscheidung über die einzelnen Preisträger hatten ein Fachkreis zum Vorentscheid und eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Bildung und Forschung getroffen. Laudatoren waren Ralph Tyszkiewicz von der Gesellschaft für Wirtschaftsservice Magdeburg mbH (GWM), Dr. Liisa Rihko-Struckmann vom Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme und Thomas Rochel von der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt.
Als Preisträger in der Kategorie Wirtschaft/Betriebe/Unternehmen wurde das Ingenieurbüro Ronald Bohne für die Entwicklung einer energiesparsamen LED-Leuchte geehrt. Sein Projekt beschreibt beispielhaft den Austausch einer E-27-Glühlampe mit 230 Volt und 40 Watt gegen eine LED-Lampe, die mindestens die gleichen Anforderungen erfüllt. Zusätzlich verfügt die LED-Lampe über wesentlich bessere Kennwerte bei der Effizienz, dem Wärmeverlust, der Lebensdauer und der hohen Anforderungen an die Lichteigenschaften. Das Ingenieurbüro erhielt dafür ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro.
Ausgezeichnet mit dem zweiten Platz in der Kategorie Wirtschaft/Betriebe/ Unternehmen wurde das Familienhaus Magdeburg für seine Leistungen zur aktiven Einbeziehung von Bürgern. Im Familienhaus wird versucht, Ökologie ohne großen Aufwand im Alltag zu praktizieren. Das Projekt spricht Bürger an, einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen. Das Familienhaus kann sich über ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro freuen.
Als Preisträger in der Kategorie Jugend und Private wurde das Kinder- und Jugendhaus „Next Generation“ für seinen Ideenreichtum und seine herausragenden Aktivitäten beim Umgang mit dem Thema Energiesparen ausgezeichnet. Kinder und Jugendliche haben dort die „Umweltdetektive“ ins Leben gerufen.
Die Gruppe beschäftigt sich mit Umwelt- und Klimafragen und bringt mit niedrigschwelligen Angeboten anderen Kindern und Jugendlichen das Thema Umwelt- und Klimaschutz nahe. Das Kinder- und Jugendhaus kann sich über ein Preisgeld von 2.500 Euro freuen.
Mit dem zweiten Preis in der Kategorie Jugend und Private wurde die Grundschule „Hegelstraße“ ausgezeichnet. Die vielfältigen Aktionen an der Grundschule „Hegelstraße“ belegen, dass Energiesparen Freude macht und hervorragend in den Unterricht integriert werden kann. Die Schule geht hier vorbildlich voran und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Ebenfalls mit dem zweiten Preis wurde die Magdeburgerin Heike Weingärtner für den Bau ihres Strohballenhauses ausgezeichnet. Ein Strohballenhaus ist durch seine nachwachsenden Hauptbestandteile aus unbehandeltem Holz, Biostroh und Lehm besonders umweltfreundlich und schadstofffrei. Zudem ist der Energieaufwand bei der Nutzung im Alltag sehr gering. Die Grundschule „Hegelstraße“ und Heike Weingärtner erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.
Als Preisträger des diesjährigen Umweltpreises in der Kategorie Forschung ehrte Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper das Zentrum für Produkt-, Verfahrens- und Prozessinnovation (ZPVP). Das ZPVP tritt als Initiator, Organisator und Koordinator von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auf. Durch die Entwicklungsarbeit wurden Grundlagen geschaffen, um die Nutzung der Wasserkraft wirtschaftlich zu gestalten. Ein Beispiel ist der „River Rider“, bei dem durch Wasserkraft Strom erzeugt wird. Die GmbH bekam damit ein Preisgeld von 2.500 Euro.
Den zweiten Preis in der Kategorie Forschung erhielt der Magdeburger Stephan Balischeswski für die Konzeption und den Aufbau eines Lithium-Eisenphosphat-Akkus. Damit wird eine Nachnutzung von nicht mehr genutzten Akkus aus Elektrofahrzeugen ermöglicht.
Die Verleihung des diesjährigen Umweltpreises der Landeshauptstadt Magdeburg erfolgte mit freundlicher Unterstützung der Stadtsparkasse Magdeburg, der ÖSA-Versicherungen, der Volksbank Magdeburg, der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg, den Städtischen Werken Magdeburg (SWM), der MWG-Wohnungsgenossenschaft, der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB), der Getec AG, der Maco Möbel Vertriebs GmbH, der Porta Möbel GmbH, der Magdeburger Wohnungsbaugenossenschaft von 1893 und der mtu Reman Technologies GmbH.

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